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Rohstoff für Schmierfette

Polyharnstoff-Fette als Alternative zu Lithium

| Redakteur: Alexander Stark

Mit der Investition in eine neue Polyharnstoff-Anlage hat Chemie-Technik jetzt die Kapazität für die Produktion von Polyharnstoff-Fetten ausgebaut.
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Mit der Investition in eine neue Polyharnstoff-Anlage hat Chemie-Technik jetzt die Kapazität für die Produktion von Polyharnstoff-Fetten ausgebaut. (Bild: Chemie-Technik)

Der Verknappung des Rohstoffes Lithium begegnet das baden-württembergische Unternehmen Chemie-Technik mit der verstärkten Entwicklung und Herstellung von Polyharnstoff-Fetten. Mit der Investition in eine neue Polyharnstoff-Anlage hat das Unternehmen jetzt die Kapazität in diesem Bereich gezielt ausgebaut.

Vöhringen – Damit das Unternehmen unabhängiger von der Preisentwicklung beim Rohstoff Lithium wird, hat Chemie-Technik in eine neue Polyharnstoff-Anlage investiert. Außerdem will der Hersteller damit die Produktpalette seiner NSF H1-registrierten Elkalub-Spezialschmierstoffe ausbauen.

Zentraler Baustein der Elektromobilität ist die Batterie, die meist aus Lithiumverbindungen besteht. Lithium wird ebenso in Akkus von Smartphones, Tablets oder Notebooks eingesetzt – und viel länger schon in Schmierstoffen. Mit Lithiumseifen verdickte Fette haben weltweit wegen ihrer guten Eigenschaften, der einfachen Fertigung und der bis dato guten Verfügbarkeit des Rohstoffs sogar den größten Marktanteil. Die Schmierstoffindustrie ist daher von der deutlich gestiegenen Nachfrage nach Lithium direkt betroffen.

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Polyharnstoff-Fette sind in vielen Fällen geeignet, Lithiumfette adäquat zu ersetzen, argumentiert Chemie-Technik. Sie zeichnen sich unter anderem durch ihre sehr gute Alterungsstabilität und ihren hohen Tropfpunkt aus. Ein weiterer Vorteil ist, dass es H1-fähige Polyharnstoff-Fette gibt – also solche, die potentiell in der Lebensmittelverarbeitung eingesetzt werden können, während Lithiumfette hierfür nicht zulässig sind. Und in der Herstellung NSF H1-registrierter Schmierstoffe für die Lebensmittel- und Lebensmittelverpackungsindustrie liegt eine wichtige Kernkompetenz des Anbieters.

Exakte Reaktionsführung sorgt für hohe Qualität

Bei der Herstellung der Polyharnstoff-Fette wird der Verdicker durch eine exotherme Reaktion hergestellt. Das erfordert eine exakte Reaktionsführung mit viel Know-how und eine Vielzahl an Sicherheitsvorkehrungen. Die neue Anlage von Chemie-Technik wurde auf diese Anforderungen abgestimmt, bei der aus verschiedenen kritischen Ausgangsstoffen ein unkritisches Endprodukt entsteht. Zentrale Bausteine sind der größere Kessel, die innovative Rührwerkstechnologie und eine automatische Dosierung, die für die Mitarbeiter auch eine deutliche Verbesserung im Arbeitsschutz darstellt.

Die neue Anlage ist hochautomatisiert und erlaubt eine flexible Batchfertigung. So können neben den Polyharnstoff-Fetten aus dem eigenen Programm auch kundenspezifische Sonderprodukte effizient gefertigt werden.

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