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Propylen-Produktion Polnische Grupa Azoty startet umfangreiches Modernisierungsprojekt

| Redakteur: M.A. Manja Wühr

Mit einem Modernisierungsprogramm von 1,7 Milliarden PLN will die Grupa Azoty zu einem wichtigen europäischen Propylenexporteur werden. Das Chemieunternehmen rechnet mit einer steigenden Nachfrage nach Propylen in Europa.

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Das größte Investitionsvorhaben in der Geschichte der Grupa Azoty umfasst u.a. den Bau einer Anlage zur Propylenherstellung.
Das größte Investitionsvorhaben in der Geschichte der Grupa Azoty umfasst u.a. den Bau einer Anlage zur Propylenherstellung.
(Bild: ZIMMER DIMITRI/Fotolia)

Tarnow/Polen – Bis zum Jahr 2019 will die Grupa Azoty am Standort Police die europaweit größte Anlage zur Produktion von Propylen mit der PDH-Methode bauen. Im Rahmen des Projekts folgen zudem der Bau eines Turbogenerators und die Erweiterung des Chemieterminals im firmeneigenen Binnenhafen in Police. Langfristig werden dort die polenweit größten LPG-Schiffe abgefertigt, wodurch die operativen Kapazitäten verdoppelt werden. Am Bau der Anlage werden rund 1000 Mitarbeiter beteiligt sein. Nach der Inbetriebnahme sollen etwa 200 Produktionsmitarbeiter neu eingestellt werden.

„Wir planen mit einem Produktionsvolumen von ca. 400 000 Tonnen. Internen Schätzungen zufolge wird ca. 60% der Produktion dem Export zugeführt oder in weiteren Anlagen verarbeitet. Die übrige Menge wird intern in der Kapitalgruppe Grupa Azoty verkauft, u.a. an die Werke in Kędzierzyn, wodurch der gesamte Propylenbedarf im Unternehmen gedeckt wird“, erklärt der Vorstandsvorsitzende der Grupa Azoty Police, Krzysztof Jałosiński.

Chemiesektor Polen

Obwohl das Vorhaben innerhalb der nächsten vier Jahre realisiert wird, erwartet das Unternehmen bereits im Jahr 2019 Auswirkungen auf die Finanzergebnisse. Die Einnahmen der Grupa Azoty Police sollen um ca. 2 Milliarden PLN steigen, wobei mit einem Gewinnzuwachs von mehreren Hundert Millionen PLN gerechnet wird. Insgesamt sind für das Modernisierungsprogramm 1,7 Milliarden PLN vorgesehen. Die finanzielle Sicherheit soll von einer eigens gegründeten Projektgesellschaft der Grupa Azoty gewährleistet werden (Projektfinanzierung).

Wie der polnische Finanzminister Włodzimierz Karpiński betonte werde die Produktion von Propylen den Weg für den Bau weiterer Anlagen ebnen. Wodurch Polen zu einem wichtigen Hersteller von technologisch fortschrittlichen Kunststoffen avancieren wird.

„Die heute existierenden Anlagen wurden vor einem halben Jahrhundert errichtet. Heute stehen wir vor einer bedeutenden Herausforderung für die nächsten Generationen, im Zuge derer innovative Investitionsvorhaben geplant und realisiert werden. Zu den Nutznießern gehören auch die nachfolgenden Generationen“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Grupa Azoty Paweł Jarczewski. „Dank Investitionsvorhaben in strategisch wichtige chemische Halbfertigprodukte bauen wir hier in Polen einen innovativen Chemiesektor auf, der in der ganzen Welt konkurrenzfähig ist.“

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