Neueinstieg im Iran Plant BASF die Rückkehr in den Iran?

Redakteur: Dominik Stephan

Will die weltgrößte Chemiefirma wieder im Iran aktiv werden? Wie mehre Nachrichtenportale übereinstimmend berichten, plant Konzernchef Dr. Kurt Bock den Wiedereinstieg in das persische Land.

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Die BASF wagt sich wieder in den Iran vor.
Die BASF wagt sich wieder in den Iran vor.
(Bild: BASF/Detlef Schmalow)

Ludwigshafen – Im Zuge der gelockerten Sanktionen gegen den Golfstaat will auch die BASF ein Stück vom Kuchen: Während die diplomatischen Beziehungen nach dem Atomdeal wieder anlaufen plant Konzernchef Dr. Kurt Bock den iranischen Markt für den weltgrößten Chemie-Konzern zu erobern. „Deutsche Technologie, deutsche Qualitätsarbeit und deutsche Zuverlässigkeit sind dort hochangesehen“, wird Bock zitiert.

Der Wiedereinstieg in das Land mit den zweitgrößten Gas- und den viertgrößten Erdölvorkommen könnte dem Ludwigshafener Chemieriesen wichtige Impulse geben, nachdem 2015 bisher hinter den Erwartungen zurückblieb: Zwar konnte der Umsatz leicht gesteigerte werden, doch der niedrige Ölpreis zwang zu Preissenkungen, so Firmensprecher.

Nach Jahren der Sanktionen und Embargos habe die iranische Wirtschaft einen erheblichen Nachholbedarf, schätzen Experten. Insbesondere Maschinenbauer, Zulieferer und Chemiefirmen erwarten glänzende Geschäfte, so die Analysten. Die BASF ist im Iran seit 1959 aktiv und unterhielt auch während der Sanktionen und der diplomatischen Eiszeit im Zuge des Atomstreits ein kleines lokales Team.

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