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Petrochemie Planen BASF und Linde milliardenschwere Investition im Iran?

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Wie das Handelsblatt berichtet, prüfen BASF und Linde milliardenschwere Investition im Iran. Der Ludwigshafener Chemiekonzern will offenbar gemeinsam mit einem iranischen Unternehmen vier Milliarden Euro in neue Petrochemieanlagen in der Nähe der Stadt Assaluyeh investieren. Linde steht ebenfalls seit längerem in Verhandlungen.

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Noch will BASF die Verhandlungen mit der National Iranian Oil Company nicht kommentieren. Laut dem Handelsblatt überlegen die Verantwortlichen des Chemiekonzerns, neue Petrochemieanlagen im Iran zu bauen.
Noch will BASF die Verhandlungen mit der National Iranian Oil Company nicht kommentieren. Laut dem Handelsblatt überlegen die Verantwortlichen des Chemiekonzerns, neue Petrochemieanlagen im Iran zu bauen.
(Bild: BASF/Manfred Rinderspacher)

Assaluyeh/Iran – Der Iran will zum größten Produzenten in der Petrochemie am Persischen Golf aufsteigen und deutsche Konzerne wollen daran mitverdienen. Bereits im April trafen sich Vertreter von BASF und der National Iranian Oil Company um eine Absichtserklärung für einen Kooperationsvertrag zu vereinbaren.

Laut Branchenkennern ist auch der Münchener Gasehersteller Linde an einer Milliarden-Investition in der iranischen Petrochemie interessiert. Linde trete dabei gemeinsamen mit dem japanischen Mitsui-Konzern auf. Man befinde sich seit längerem in „Pre-Business-Gesprächen“, sagte Linde-Chef Wolfgang Büchele.

Bislang wollen die Konzerne noch keine Details zu den Projekten preisgeben. Eines ist jedoch klar: der Iran will in der Basischemie zum größten Anbieter am Persischen Golf aufsteigen. Dafür braucht das Land Investoren, die man in Europa finden will. In den nächsten zehn Jahren sollen die Petrochemie-Kapazitäten von 60 Millionen auf 160 Millionen Tonnen pro Jahr ausgebaut werden. Gegenüber dem Handelsblatt sagte Marzieh Shahdaee, Chefin der National Petrochemical Company of Iran (NPC), dass man für den Kapazitätsausbau Investitionen in Höhe von 70 Milliarden Dollar benötige.

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