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Powtech 2017

Pharmatrends auf der Powtech in Nürnberg

| Autor/ Redakteur: Sabine Mühlenkamp / Anke Geipel-Kern

Ob in diesem Jahr der Besucherrekord von 16 000 des vergangenen Jahres getoppt werden kann? Was dafür spricht sind die unvermindert großen Herausforderungen der Branche: Containment, Rückverfolgbarkeit oder die Digitalisierung fordern neue Ideen und Technologien.

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Die kontinuierliche Fertigung in der Pharmaindustrie wird vollkommen neue Anforderungen andie Apparatechnik stellen.
Die kontinuierliche Fertigung in der Pharmaindustrie wird vollkommen neue Anforderungen andie Apparatechnik stellen.
(Bild: Pfizer)

Die Verarbeitung von Pulvern, Partikeln oder Granulaten hat ihre Tücken. So lassen sich Schüttgüter zwar bis zu einem gewissen Grad theoretisch beschreiben, in der Praxis kommt es jedoch häufig vor, dass sie einfach nicht berechenbar sind. Sie schießen, wenn sie fließen sollen, bilden Brücken oder verhalten sich bei der Abfüllung dreimal problemlos, geraten aber bei der vierten Charge ins Stocken.

Neben den Partikeleigenschaften macht vor allem die Tatsache, dass sich diese während eines Prozesses verändern, den Partikelspezialisten das Leben schwer. Bei Schüttgütern muss also immer auch die Historie betrachtet werden. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn Pulver und Granulate gelagert werden. Auch im weiteren Prozess gibt es viele Herausforderungen, die auf den ersten Blick gar nicht so groß wirken, später aber gewaltige Auswirkungen – vor allem aus Sicht der Produktqualität – nach sich ziehen. Dazu gehört ein ungleichmäßiger Massenstrom, der den gesamten Prozess durcheinanderbringen kann, weil direkt nach dem Silo ein Durchlaufmischer angeschlossen ist. Ein weiteres Problem vor allem aus Sicht der Qualitätssicherung sind Entmischungen im Prozess.

Es ist also nur folgerichtig, dass viele Besucher den Weg nach Nürnberg suchen, um sich über die verschiedenen Anlagen, Apparate und Komponenten für die mechanische Verfahrenstechnik zu informieren. Über sechs Hallen (Halle 1, 2, 3, 3 A, 4 und 4A) erstreckt sich das Angebot, das von einem umfangreichen Begleitprogramm flankiert wird. Für Aha-Effekte in ­Sachen Ex-Schutz sorgen beispielsweise die täglichen Live-­Vorführungen von Explosionsschutz-Experten im Außengelände der Messe. Eine Sonderschau des VDMA greift das Branchenthema Luftreinhaltung und Trocknung auf und präsentiert Lösungen für staubfreie, luftreine und damit sichere Produktionsumgebungen.

Mehr als die Hälfte aller Aussteller auf der Powtech bieten Lösungen für den Einsatz in der Pharma-Herstellung. 2017 wird es zusätzlich erstmals die Sonderfläche „Fokus Pharma Feststoffe“ geben. Das Areal in Halle 3A bündelt Technologien und Produkte, die bei der Produktion von Pharma-Feststoffen benötigt werden. Die Exponate fokussieren auf die Prozessschritte Zerkleinern, Klassieren und Aufbereiten von sensiblen Stoffen und berücksichtigen begleitende Schritte wie Mess- und Steuertechnik und Partikel­analyse. Begleitend zur Sonderschau plant die Arbeitsgemeinschaft für Pharmazeutische Verfahrenstechnik (APV) zudem eine neue Fachkonferenz zum Thema Pharma-Feststoffe.

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