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Megadeal in der Pharmaindustrie Pfizer schlägt beim Konkurrenten Hospira zu

| Redakteur: Anke Geipel-Kern

In der Pharmabranche macht wieder einmal eine Millardenübernahme von sich reden. Der Pharmariese Pfizer kauft den Wettbewerber Hospira für 17 Milliarden Dollar.

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Blick auf dem Pfizer-Standort in Karlsruhe.
Blick auf dem Pfizer-Standort in Karlsruhe.
(Bild: Rainer Kwiotek/Zeitenspiegel)

New York/USA, Lake Forest/USA – In der Pharmabranche gibt es die nächste Milliardenübernahme, das meldete die Nachrichtenagentur dpa am Donnerstag. Der US-Konzern Pfizer hat sich mit dem Konkurrenten Hospira geeinigt und einen Gesamtpreis von 17 Milliarden US-Dollar (14,8 Mrd Euro) ausgehandelt. Das teilten beide Unternehmen letzte Woche mit.

Hospira hat sich auf injizierbare Medikamente und Infusionstechnologien spezialisiert und stellt zusätzlich Biosimilars her, Nachahmerprodukte für biotechnologisch hergestellte Arzneimittel.

Das Unternehmen geht davon aus, dass Hospira schon im ersten Jahr zu einer Steigerung des Konzerngewinns beitragen wird. Bis 2018 sollen die Kostenvorteile durch den Zusammenschluss bei 800 Millionen Dollar pro Jahr liegen. Unter dem Pfizer-Dach soll die weltweite Vermarktung der Hospira-Produkte angekurbelt werden. Hospira stellt auch sogenannte Biosimilars her. Das sind Nachahmerprodukte für biotechnologisch hergestellte Arzneimittel. Das Unternehmen aus dem US-Bundesstaat Illinois hat rund 19 000 Mitarbeiter.

Der Verwaltungsrat von Hospira empfahl den Anteilseignern, die Offerte anzunehmen. Wettbewerbsbehörden müssen dem Geschäft aber noch zustimmen. Pfizer hofft, in der zweiten Jahreshälfte die Übernahme unter Dach und Fach zu bringen.

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