Chinesisch-russische Zusammenarbeit Petrochemiekonzern Sibur gibt zehn Prozent an chinesischen Investor ab

Redakteur: Gerd Kielburger

Der staatliche chinesische Investmentfonds Silk Road Fund (deutsch: Seidenstraßen-Fonds) erwirbt zehn Prozent der Anteile am russischen Chemiekonzern Sibur.

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Die Vertragsunterzeichnung erfolgte in Peking am 14. Dezember 2016 durch die Vorstandsvorsitzenden der beiden Unternehmen.
Die Vertragsunterzeichnung erfolgte in Peking am 14. Dezember 2016 durch die Vorstandsvorsitzenden der beiden Unternehmen.
(Bild: Sibur)

Tobolsk/Russland – Dies ist 2016 die größte chinesische Investition in Russland. Die Höhe der Transaktion, die im Januar 2017 abgeschlossen werden soll, beträgt demnach 1,2 Milliarden Euro. Zur Aktivität des größten russischen Petrochemiekonzerns gehört u.a. die Raffination des Ausgangsstoffes Erdgas, die Kunststoffverarbeitung sowie die Herstellung von Monomeren, Kunststoffen, Reifen und Synthesekautschuk. Sibur verarbeitet rund 30 Prozent des russischen Erdgases. Nach eigenen Angaben kümmert sich der Silk Road Fund um die Entwicklung und Finanzierung von Infrastrukturprojekten, die im Rahmen der neuen Seidenstraßeninitiative „One Belt, One Road“ (deutsch: „Ein Gürtel, Eine Straße“) realisiert werden sollen. Der Silk Road Fund hatte in diesem Jahr bereits eine Investition in Höhe von einer Milliarde Euro in die Gasverflüssigungsanlage Yamal LNG in Sibirien getätigt.

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