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Anlagenausrüster auf der K 2013

Peripherielösungen sorgen für reibungslosen Materialtransport von Kunststoffen

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2012 hat BASF Coperion mit der Lieferung einer Turnkey-Produktionsanlage mit komplett ausgestatteten Linien zum Compoundieren von Technischen Kunststoffen beauftragt. So hat die BASF ihre Compoundierkapazität seit 2006 mehr als verdoppelt. Kernstück aller Anlagen ist der zweiwellige Schneckenkneter ZSK von Coperion. Allerdings umfassen die Leistungen auch die Fabrikplanung mit Anlagenkonfiguration sowie die kompletten Compoundiersysteme von der Rohmaterial-Zufuhr über die Compoundierextruder mit Granulierung bis zu Trocknung und Kühlung, Fertigprodukt-Förderung und zum versandfertigen Verpacken des Granulats. Dazu gehört auch die gesamte Energie- und Medienversorgung.

Bei Protec Polymer Processing umfasst das Leistungsspektrum beim Materialhandling ebenfalls die Planung und den Bau kompletter Anlagen vom Silo bis zur Verarbeitungsmaschine. Trotz des Blicks aufs Ganze wird die Detailentwicklung nicht vergessen. Auf der K stellt das Unternehmen daher erstmals das gravimetrische Batch-Dosiersystem Somos BB 500 vor – für bis zu vier Komponenten und Durchsätze bis zu 500 kg/h. Das Gerät wird direkt auf den Materialeinzug der Verarbeitungsmaschine – oder auf ein Gestell neben der Maschine – montiert und lässt sich mit den Saugfördergeräten zum automatischen Befüllen der Materialvorlagebehälter ausrüsten.

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Silobau in neuen Dimensionen

Erst vor wenigen Jahren revolutionierte Zeppelin Systems den Silobau mit einem innovativen Konzept, bei dem die Silos nicht mehr geschweißt, sondern vor Ort verschraubt werden. Mit den Bolt-Tec-Silos lassen sich die Logistikkosten um 30 % senken. Hierfür werden einzelne Silosegmente in einem Standard-Container angeliefert und dann vor Ort verschraubt. Die Frachtkosten für 40-Zoll-Container liegen erheblich unter den normalerweise entstehenden Transportkosten. Davon profitieren vor allem Standorte in abgelegenen Gegenden, wo die vorhandene Infrastruktur schlecht ist.

Hier waren die Transportkosten für herkömmliche Silos oft nur mit aufwändigen Schwertransporten zu meistern und entsprechend kostenintensiv. Lag die Grenze für ein solches Schraubsilo bisher bei einem Volumen von 500 m3, gelang den Entwicklern bei Zeppelin Systems nun ein gewaltiger Sprung: Nun lassen sich auch Silos mit einem Fassungsvermögen von 1000 m3 auf diese Weise herstellen. Weltweit wird damit das Bolt-Tec-Silo zum Standardsilo für granuläre Produkte.

Ähnlich visionär gilt das neue Konzept für die Schüttguförderung von Zeppelin System. Gemeinsam mit dem Partner Doppelmayr stellt sich das Friedrichshafener Unternehmen der Frage, wie die herkömmliche optimale und effiziente Schüttgutförderung aussieht, wenn beispielsweise Produktion und Hafen zu weit auseinanderliegen und ein pneumatischer Transport nicht mehr möglich ist? Die Lösung könnte in einem Seilbahnkonzept bestehen. In Düsseldorf zeigt Zeppelin Systems, dass die Idee bereits aus dem Konzeptstadium herausgewachsen ist.

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