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Anlagenausrüster auf der K 2013

Peripherielösungen sorgen für reibungslosen Materialtransport von Kunststoffen

| Autor/ Redakteur: Dipl.-Ing. Sabine Mühlenkamp / Tobias Hüser

Sei es bei der Zuführung der Rohmaterialien in Compounder, Extruder, Spritzgussmaschinen und Co. oder bei der Verpackung der Kunststoffe nach der Fertigung – der reibungslose Materialtransport ist häufig der Schlüssel für eine effiziente Kunststoffproduktion. PROCESS stellt die wichtigsten Komponenten dafür vor.

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Von außen sieht man es den großen Kunststoffproduktionen nicht an, was in ihnen steckt: Ohne Peripherie – wie Schleusen, Mischer oder Trockner – wäre die effiziente Herstellung von Kunststoffen nicht möglich.
Von außen sieht man es den großen Kunststoffproduktionen nicht an, was in ihnen steckt: Ohne Peripherie – wie Schleusen, Mischer oder Trockner – wäre die effiziente Herstellung von Kunststoffen nicht möglich.
(Bild: Zeppelin Systems)

Auf den ersten Blick liegt der Schwerpunkt der diesjährigen K in Düsseldorf auf Extrudern, Spritzgussmaschinen und Blasformanlagen. Diesen gemeinsam ist jedoch, dass für deren reibungslose Funktion eine ganze Reihe an Peripheriegeräten benötigt wird, wie Trockner, Dosiergeräte oder Silos. Dabei gilt die Devise, dass sich die Geräte nahtlos in den Kunststoffverarbeitungsprozess einfügen sollen. Sie müssen flexibel genug sein, um auf verschiedene Rohstoffe und Mengen reagieren zu können. Gleichzeitig steht der Effizienzgedanke ganz oben, daher werden sie häufig auf den jeweiligen Einsatz zugeschnitten.

Viele Anbieter übernehmen daher die gesamte Materialversorgung und bieten ein breites Spektrum an Produkten und Systemen an. Die Konstanzer Motan-Gruppe hat beispielsweise die gesamte Palette für das Rohstoffhandling vom Dosieren über das Fördern und Kristallieren im Angebot. Als Highlight unter ihren Exponaten gilt u.a. eine neue Baureihe kleiner Drucklufttrockner.

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Die Luxor CA S Baureihe wurde insbesondere für Klein- und Mikroteile konzipiert. Durch ihre leichte und kompakte Bauweise lassen sich die Trockner einfach auf allen Verarbeitungsmaschinen montieren, selbst bei beengten Platzverhältnissen. Die Drucklufttrockner verwenden betriebsseitig vorhandene Druckluft, die auf atmosphärischen Druck entspannt wird. Dadurch entsteht trockene Prozessluft mit einem sehr niedrigen Taupunkt, die dann auf die benötigte Trocknungstemperatur erwärmt wird.

Das Materialhandling im Blick

Darüber hinaus hat sich Motan die Aufgabe gestellt, das Materialhandling komplett zu visualisieren. Der Anlagen-Bediener kann damit alle Funktionen in Echtzeit visualisieren. Vom Hauptmenu aus sichtet er Material-Protokollierungen und kann Änderungen der System-Einstellungen vornehmen. Alle produktrelevanten Daten werden in Echtzeit dokumentiert, archiviert und protokolliert. Die individuelle Zusammenstellung des Leitstandes richtet sich nach den Anforderungen des Kunden und der Applikation. Dies ermöglicht ein zielgruppenorientiertes Handling mit höchster Effizienz und Bedienungssicherheit.

Immer mehr gehen die Unternehmen dazu über, ein schlüsselfertiges Konzept für das Materialhandling anzubieten. Das Stuttgarter Unternehmen Coperion verzeichnet insbesondere an seinem Produktionsstandort Shanghai in China ein rasch wachsendes Geschäft mit solchen Gesamtanlagen zum Compoundieren von Technischen Kunststoffen. Exemplarisch für ein solches Gesamtprojekt ist die Ausstattung eines Standortes von BASF in Shanghai.

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