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China Market Insider Peking sieht technische Kunststoffe als Achillesferse im Handelskrieg

Autor / Redakteur: Henrik Bork / Wolfgang Ernhofer

China will seine „Importabhängigkeit“ bei technischen Kunststoffen verringern. So steht es im neuen, 14. Fünfjahresplan der kommunistischen Führung in Peking, die dabei den strategischen Wert dieser Spezialchemikalien für eine Reihe heimischer Industrien im Blick hat. Kürzlich seien konkrete Zielvorgaben für die „Selbstversorgung” mit diesen Materialien veröffentlicht worden, berichtet die Chemiezeitung Zhongguo Huagong Xinxi Zhoukan.

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Mit dem Format „China Market Insider“ berichtet PROCESS regelmäßig über den chinesischen Chemie- und Pharmamarkt.
Mit dem Format „China Market Insider“ berichtet PROCESS regelmäßig über den chinesischen Chemie- und Pharmamarkt.
(Bild: ©sezerozger - stock.adobe.com)

Peking/China – Bis 2025 solle die Selbstversorgungs-Rate mit technischen Kunststoffen insgesamt auf 85 Prozent erhöht werden, steht im „14. Fünfjahres-Entwicklungsplan für die Industrie der neuen chemischen Materialien. Für technische Kunststoffe auf Polyesterbasis will sich China bis dahin sogar zum Netto-Exporteur entwickeln.

Seit der ehemalige US-Präsident Donald Trump einen Handelskrieg mit China begonnen hat und unter anderem den Export von Halbleitern nach China erschwert hat, ist die chinesische Führung vom Thema Selbstversorgung wie besessen. Neben der Halbleiter-Industrie wird auch eine ganze Reihe anderer „Zukunftstechnologien“ wie Künstliche Intelligenz, E-Mobilität und Robotik noch stärker als bisher gefördert, um möglichst schnell von politischen Erpressungen aus dem Ausland unabhängig zu werden.