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Siliziummetall-Produktion PCC feiert offiziellen Baubeginn von Silizium-Projekt in Island

| Redakteur: Dr. Jörg Kempf

Es soll ein wichtiger Beitrag zur Rohstoffsicherung der deutschen Industrie sein: Jetzt wurde der Bau einer hochmodernen Silizium-Metall-Produktionsanlage in Island offiziell gestartet. Die Anlage wird von der mehrheitlich von PCC gehaltenen Projektgesellschaft PCC BakkiSilicon errichtet.

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Aufbau der Infrastruktur für die Siliziummetall-Anlage, die in einem neu zu erschließenden Industriegebiet im Norden Islands, nahe Húsavík, gebaut wird.
Aufbau der Infrastruktur für die Siliziummetall-Anlage, die in einem neu zu erschließenden Industriegebiet im Norden Islands, nahe Húsavík, gebaut wird.
(Bild: PCC)

Duisburg, Húsavík/Island – Der Baubeginn wurde unter Anwesenheit des isländischen Premierministers Sigmundur D. Gunnlaugsson und der isländischen Ministerin für Industrie und Handel Ragnheidur E. Arnadottir in einem symbolischen Akt gefeiert.

„Wir sind sehr stolz darauf, dass wir nun mit dem Bau einer der modernsten Anlagen der Welt zur Produktion von Siliziummetall beginnen können“, sagte Dr. Peter Wenzel, Director Corporate Development von PCC und Aufsichtsrat der PCC BakkiSilicon. „Die Anlage wird in Island langfristig 120 Arbeitsplätze sichern und mit ihren Produkten zur Rohstoffsicherung der deutschen Industrie beitragen.“

Kern des Projekts ist die Siliziumschmelze der PCC BakkiSilicon. Sie wird bei Fertigstellung zu den modernsten Siliziumanlagen der Welt gehören und über 32.000 Tonnen hochreines Siliziummetall pro Jahr produzieren. Dieses Material ist bereits zum überwiegenden Teil über langfristige Lieferverträge an deutsche Unternehmen vermarktet, was deren Abhängigkeit von den volatilen Spot-Märkten für Rohstoffe verringert.

Wichtiger Abnehmer von Siliziummetall ist die Aluminiumindustrie, wo es als Legierungsmetall verwendet wird. Darüber hinaus fragen die Chemie- und Elektroindustrie zunehmend höherwertige Siliziummetallprodukte nach.

Den zur Produktion von Silizium benötigten Grundstoff Quarzit bezieht die Schmelze in erster Linie über einen langfristigen Abnahmevertrag aus einem Steinbruch der PCC in Polen. Die Lieferung der zur Produktion benötigten Energie stellt der staatliche isländische Energieversorger Landsvirkjun über einen langfristigen Liefervertrag sicher. Den Bau der schlüsselfertigen Anlage übernimmt die Düsseldorfer SMS group, eines der weltweit führenden Unternehmen im Bereich Hütten- und Walzwerkstechnik.

PCC ist eine wertorientierte Management- und Beteiligungsgesellschaft, die in den drei Hauptgeschäftsfeldern Chemie, Energie und Logistik tätig ist, wobei die Chemie-Sparte den Kern der Gruppe bildet.

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