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Dupont Paukenschlag: Kullmann tritt beim US-Chemieriesen Dupont zurück

| Autor: Matthias Back

Die Vorstandsvorsitzende des US-Chemiekonzern Dupont Ellen Kullmann hat überraschend ihren Rücktritt zum 16. Oktober 2015 eingereicht. Vorübergehend werden die Geschäfte des Unternehmens mit Sitz in Wilmington, Delaware/USA von Edward Breen geleitet. Diverse Medien vermuten hinter dem Rücktritt eine Konsequenz auf das aktuelle Sparprogramm und die Korrektur der Gewinnprognose für 2015.

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Rücktritt: Ellen Kullmann ist ab dem 16. Oktober 2015 nicht mehr Chefin des US-Konzern Dupont.
Rücktritt: Ellen Kullmann ist ab dem 16. Oktober 2015 nicht mehr Chefin des US-Konzern Dupont.
(Bild: Dupont)

Wilmington, Delaware/USA – Dupont gehört mit einem Jahresumsatz von 34,7 Milliarden Dollar und 63.000 Mitarbeitern (beides in 2014) zu den größten Chemieunternehmen weltweit. Im vergangenen Jahr landete Dupont auf Platz 87 der Fortune 500 Rangliste der 500 umsatzstärksten Unternehmen der Welt. Ellen Kullmann leitete die Geschicke des US-Konzerns Dupont seit 2009.

Dupont geriet in den vergangenen Jahr durch den Streit von Kullmann mit dem New Yorker Finanzinvestor Nelson Peltz über die künftige Richtung des Unternehmens des öfteren in die Schlagzeilen. Peltz ist mit seiner Investmentfirma Trian Fund Management einer der Hauptaktionäre von Dupont und forderte laut dem Manager Magazin u.a. massive Kostensenkungen sowie eine Aufspaltung des Konzerns. Kullmann hielt diesen Vorschlag jedoch für sehr riskant und kostspielig.

Sparkurs bei Dupont wird beibeihalten

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge soll der aktuelle Sparkurs dennoch weitergeführt werden. Bis Ende 2016 will Dupont 1,3 Milliarden Dollar einsparen und bis Ende 2017 sind es sogar 1,6 Milliarden Dollar.

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