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Produktionsüberwachung in der Prozessindustrie

Partikelströme in großen Behältern sicher erfassen

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Auch das Herzstück der IPP 75-S – die neue Optik – ist vor diesem Hintergrund entwickelt worden, denn erst durch das robuste Beleuchtungskonzept ist die ungewöhnlich lange Sondenausführung möglich geworden. Dafür sitzt im hinteren Teil des Gehäuses eine Laserdiode, deren Lichtstrahl über eine Lichtleitfaser nach vorn ins Messvolumen geführt wird. Dort ermittelt die Sonde mitten im Partikelstrom die Abmessungen aller vorbeiströmenden Teilchen. Dank dieser Konstruktion mit einer flexiblen Faser können Anlagenschwingungen, wie sie häufig in Industrieanlagen auftreten, ausgeglichen werden. „Sogar gebogene Sonden können wir dank dieser Technik herstellen“, erklärt Dietrich. „Die Faser biegt sich mit dem Rohr, leitet den Laserstrahl und ermöglicht somit eine präzise Ausleuchtung des Messvolumens. Auf diese Weise können wir einer Verschlechterung der Signalqualität durch Rauschen oder Vibrationen entgegensteuern.“

Separationseffekte bei der Vereinzelung treten nicht auf

Bei Labormessungen unterliegen die vom Prozess entnommenen Proben häufig subjektiven Einflüssen und können durch die lediglich punktuelle Information den Prozess nicht richtig abbilden. Inline-Messungen hingegen können durch ein geeignetes Prozess-Interface auf das Arbeitsumfeld vor Ort eingehen und somit kontinuierlich präzise Messergebnisse garantieren.

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In Wirbelschichten mit feuchten oder klebrigen Materialien besteht beispielsweise das Risiko, dass die Optik zu schnell verschmutzt. Daher vereinzeln und verdünnen die Parsum-Sonden durch einen speziellen Inline-Dispergierer den Partikelstrom im Prozessgefäß. „Beim Dispergieren werden die Partikel mit Druckluft angesaugt und durch das Messvolumen geführt“, erläutert Dietrich. „Dieser gerade und kurze Weg garantiert, dass keine Separationseffekte bei der Vereinzelung auftreten, Granulate nicht zerstört werden, aber ebenso die Sondenoptik nicht verschmutzt wird.“ Mittlerweile hat Parsum hierfür die zweite Generation der Inline-Dispergierer entwickelt: D24 und D12. Dank einer veränderten Strömungsgeometrie wird die Optik besser freigehalten, wodurch die Inline-Partikelmesssonden in vielen Fällen bis zu mehrere Wochen innerhalb der Prozesse verbleiben können, ehe sie gereinigt werden müssen.

Bei der Flüssigmesszelle FZ1 handelt es sich um ein weiteres Prozess-Interface, mit dem die Partikelgrößenverteilung in einem Fluid bestimmt werden kann. Dabei wird ein Glasrohr im Messvolumen der Sonde platziert und die Flüssigkeit dank eines Bypassstroms in den Messkreislauf gepumpt. So kann die Flüssigkeit nicht austreten und die Sonde wird nicht kontaminiert. „Dank diesen und ähnlichen Zusatzkomponenten lassen sich unsere Inline-Messsonden optimal an die jeweiligen Anforderungen des Prozesses anpassen“, resümiert Dietrich. „Beispielsweise mit einer Entnahmesonde für besonders kleine Prozessbehälter oder mit Spülzellen für frei fallende oder pneumatisch geförderte Partikel und Granulate.“

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