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PAT-Messung

Partikelmessung von Parsum feiert 20. Geburtstag

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Partikelgrößen in laufenden Prozessen messen – dafür steht Parsum seit 20 Jahren mit eigenen Komplettlösungen. Den runden Geburtstag feiert das Unternehmen mit Kunden, Kooperationspartner und Freunden auf der diesjährigen Powtech im September in Nürnberg.

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In diesem Jahr verbindet sich bei Parsum die Powtech im September in Nürnberg mit dem 20. Firmenjubiläum.
In diesem Jahr verbindet sich bei Parsum die Powtech im September in Nürnberg mit dem 20. Firmenjubiläum.
(Bild: Parsum)

Chemnitz – Im Jahr 1997 von ehemaligen Mitarbeitern der Technischen Universität Chemnitz gegründet, hat sich Parsum heute zu einem internationalen Anbieter von PAT-Lösungen für die chemische und pharmazeutische Industrie entwickelt. Am Anfang stand ein patentiertes Messverfahren und die Überzeugung, dass es in Industrie und Forschung einen hohen Bedarf dafür gibt, Partikelgrößen direkt im Prozess zu messen und damit zugleich die Prozesse überwachen, steuern und regeln zu können.

Das Messverfahren der faseroptischen Ortsfilter-Anemometrie wurde so weiterentwickelt, dass neben der Geschwindigkeit auch die Größe von Partikeln gemessen werden kann. Anders als bei den klassischen Partikelmessverfahren mit Probennahme und Laboranalyse setzte Parsum dabei von Anfang an auf die Inline-Messung, bei der die Partikel den eigentlichen Prozessraum nicht verlassen müssen und die Messergebnisse sofort und kontinuierlich zur Verfügung stehen. Mehrere Patente wurden für dieses Verfahren in Deutschland, Europa und den USA erteilt.

Im Jahr 1998 installierte Parsum die ersten Messgeräte in Sondenbauform bei einem Feinchemie-Hersteller in Deutschland zur Bestimmung der Pulver-Qualität in einem Mahlprozess. Die Sondenbauform ohne mechanisch bewegte Teile und ohne Justierung wurde zu einem wichtigen Erfolgsfaktor und ist bis zu den heutigen Sondentypen beibehalten worden. Dadurch ist eine Installation in bestehenden Anlagen ohne großen Aufwand möglich.

Parsum-Sonden in 22 Ländern

Neben den Branchen Feinchemie, Food und Grundstoffe werden seit 2007 mit dem Sondentyp IPP 70 auch GMP-gerechte Lösungen für die Pharmaindustrie angeboten. Vor allem die konsequente Entwicklung von Zubehör zur Prozessanpassung, dem sog. „Prozessinterface“ führte dazu, dass Parsum sich als Marktführer im Bereich der Partikelmessung in Wirbelschichtprozessen etablieren konnte. Mit den neuen Inline-Dispergierern messen die Parsum-Sonden auch in sehr dichten, feuchten und staubbeladenen Prozessen.

Inzwischen kann Parsum auf mehr als 350 installierte Messsysteme zurückblicken. Zum Kundenstamm zählen neben global tätigen Pharma-Konzernen und Unternehmen der Food- und Chemiebranche auch zahlreiche Universitäten und Forschungseinrichtungen. Für den internationalen Vertrieb steht mit Malvern Instruments aus Großbritannien seit 2003 ein Anbieter von Partikelmesstechnik als Partner zur Seite. Die Parsum-Sonden werden derzeit weltweit in 22 Ländern eingesetzt. In mehrere F&E-Projekte, die in Kooperation mit Kunden, Anlagenherstellern und Hochschulen durchgeführt wurden, hat Parsum in den letzten Jahren viel in die Weiterentwicklung der Partikelsonden investiert.

Parsum sieht sich damit in einer sehr guten Position für zukünftiges Wachstum. Neben dem allgemeinen Trend zur „Industrie 4.0“ in allen Industriezweigen wird dieses in der Pharmaindustrie hauptsächlich durch die zunehmende direkte Integration von PAT in neue Produktionsanlagen und durch die zunehmende Bedeutung kontinuierlicher Fertigungsverfahren gefördert.

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