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Steigende Nachfrage nach Kraftstoffen Pakistan plant weitere Raffinerien

Redakteur: Alexander Stark

Pakistan plant den Bau von zwei neuen Raffinerien, um seine Abhängigkeit von Importen zu verringern, berichtet Downstream Today unter Berufung auf Bloomberg.

Pakistan möchte seine Abhängigkeit von Kraftstoffimporten verringern. (Foto: Muhammad Nawaz Sharif, Premierminister)
Pakistan möchte seine Abhängigkeit von Kraftstoffimporten verringern. (Foto: Muhammad Nawaz Sharif, Premierminister)
(Bild: National Assembly of Pakistan)

Islamabad/Pakistan – Pakistan plant mit dem Bau zweier neuer Raffinerien, seine Abhängigkeit von Treibstoffimporten innerhalb der nächsten sieben Jahre zu beenden, und damit der steigenden Inlandsnachfrage Rechnung tragen. Die Raffinerien mit einer Produktion von insgesamt 24 Millionen Tonnen jährlich, sollen im Südwesten der Provinz Belutschistan und im Punjab entstehen, so der Erdölminister Shahid Khaqan Abbasi gegenüber Bloomberg. Obwohl Pakistan bereits fünf Raffinerien in Betrieb hat, benötigt das Land neue Anlagen. Die bestehenden Raffinerien können nicht bei Volllast betrieben werden und sind zu veraltet, um Rohöl effektiv aufzubereiten.

Die zweitgrößte Volkswirtschaft im südasiatischen Raum importiert etwa 15 Millionen Tonnen Erdölprodukte im Jahr. Gleichzeitig ist die Nachfrage in den letzten fünf Jahren um 23 % jährlich gestiegen, so Abbasi weiter. Pakistan hat im Fiskaljahr bis 1. Juli 7,7 Mrd. $ für Kraftstoffimporte ausgegeben. Das entspricht einem Drittel der Auslandsreserven des Landes.

Die Nachfrage des Landes nach Rohölprodukten steigt. Die Nachfrage wird auch durch politische Maßnahmen angetrieben: Premierminister Nawaz Sharif hat angekündigt, dass er innerhalb der nächsten beiden Jahre ein Wirtschaftswachstum von 7 % jährlich erreichen möchte. Dabei verlässt sich der Premier auf chinesische Investitionen, die im letzten Jahr ca. 46 Millionen $ betrugen. Planungsminister Ahsan Iqbal schätzt, dass eine ausreichende Bereitstellung von Energieträgern das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um mindestens 2 % im Jahr erhöhen könnte.

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