Solarzelltechnologie Organische Materialien sollen Silizium in Solarzellen ersetzen

Redakteur: Gabriele Ilg

Forscher der Universitäten Ulm und Dresden entwickeln eine neue Solarzellentechnologie auf Grundlage organischer Halbleitermaterialien. An dem hierzu gegründeten Unternehmen Heliatek

Firmen zum Thema

Forscher der Universitäten Ulm und Dresden entwickeln eine neue Solarzellentechnologie auf Grundlage organischer Halbleitermaterialien. An dem hierzu gegründeten Unternehmen Heliatek sind Instiutsmitglieder, der High-Tech Gründerfonds und ein privater Investor beteiligt.

Die neue Technik arbeitet mit hauchdünnen Schichten organischer Materialien. Dazu synthetisieren die Forscher gezielt niedermolekulare Verbindungen, die im Vakuum verdampft und dadurch auf Trägermaterialien abgeschieden werden. Das können Glas- oder Metallfolien, aber auch weiche und biegsame Plastikfolien sein. Der Vorteil, gegenüber der technisch aufwändigen Solarzellenherstellung mit Silizium: Etwas mehr als ein halbes Gramm der organischen Materialien genügt, um einen Quadratmeter Fläche zu beschichten. Damit sei die Herstellung großflächiger, leichter und bei Bedarf flexibler Solarzellen möglich, so Professor Peter Bäuerle, Direktor des Instituts Organische Chemie II und Neue Materialien der Uni Ulm.

Bis es soweit ist, sind allerdings noch einige Hürden zu nehmen. Noch sind Langzeitstabilität der Solarzellen und Energieausbeute verbesserungsfähig. Sie liegt derzeit bei knapp vier Prozent. Ziel des Gemeinschaftsunternehmens ist es auch Produkte zu verkaufen, nicht nur die Technologie. Heliatek wird dazu in Ulm eine Synthesegruppe aufbauen, um Substanzen weiter zu entwickeln und in größerem Umfang zu produzieren.

(ID:198836)