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Reinstwasseraufbereitung

Optimale Wasserqualität für mikrobiologische Forschung und Lehre

| Autor / Redakteur: Malte Sadetzky* / Marc Platthaus

Abb. 1: Das Biozentrum Klein Flottbek bündelt die botanisch und mikrobiologisch ausgerichtete Forschung und Lehre der Universität Hamburg.
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Abb. 1: Das Biozentrum Klein Flottbek bündelt die botanisch und mikrobiologisch ausgerichtete Forschung und Lehre der Universität Hamburg. (Bild: VWS Deutschland/Biozentrum Klein Flottbek)

Um die Qualität von Forschung und Lehre zuverlässig zu sichern, sind moderne Anlagen zur Rein- und Reinstwasseraufbereitung ein nicht zu unterschätzendes Kriterium. Neben der Zuverlässigkeit und Versorgungssicherheit fällt dabei auch die langfristige Wirtschaftlichkeit der Systeme ins Gewicht.

Pilzresistentes Getreide oder Mais mit modifizierter Stärke – die Entwicklung transgener Pflanzen mit neuen Eigenschaften ist nur einer der vielen spannenden Forschungsschwerpunkte im botanisch und mikrobiologisch ausgerichteten Biozentrum Klein Flottbek. Als Teil des Biologie-Fachbereichs der Universität Hamburg betreut das Biozentrum rund 1700 Studierende pro Semester. Hier wird zu den vier zentralen Themenbereichen Biodiversität, Nutzpflanzen, Biotechnologie und Phytopathologie gelehrt und geforscht.

Erneuerung der Systeme zur Laborwasseraufbereitung

Um die Qualität von Lehre und Forschung auch künftig zu sichern, wurde und wird in den Standort investiert. So wurde in Klein Flottbek ein Erweiterungsbau errichtet mit großem Hörsaal sowie modernen Kursräumen, Laboren und Büros, in denen Mitarbeiter der Botanik und Zoologie noch enger zusammenarbeiten können. Und auch die Versorgungstechnik im bisherigen Hauptgebäude wurde bedarfsgerecht erneuert. So ersetzte das Biozentrum im Jahr 2010 die bisherige Rein- und Reinstwasseraufbereitung durch moderne Anlagen des Herstellers Elga.

Die fachliche Koordination dieser Maßnahme übernahm Dr. Dirk Becker, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Entwicklungsbiologie und Biotechnologie. Er fasst die Anforderungen zusammen: „Zur Speisung von Autoklaven und Laborglasspülmaschinen und zum Ansetzen von Lösungen benötigen wir täglich mehrere hundert Liter Reinwasser. Zusätzlich brauchen wir kleinere Volumen Reinstwasser für molekularbiologische Anwendungen wie Enzymreaktionen oder In-vitro-Verfahren.“ Damit sich die Abteilungen in ihrer Arbeit nicht gegenseitig beeinträchtigen und die Wege kurz bleiben, sind fünf Spülküchen über das gesamte Gebäude verteilt. Hier ist auch die Laborwasseraufbereitung untergebracht – jeweils unabhängig voneinander.

„Dieses dezentrale Konzept wollten wir beibehalten“, so Bruno Schulz, verantwortlich für den technischen Betrieb. „Mit Blick auf einen wirtschaftlichen Betrieb sollten die Kapazitäten der neuen Reinwassersysteme besser als bisher an den tatsächlichen Bedarf angepasst werden. Eine Herausforderung war dabei, dass während der Studienpraktika im Semester in kurzer Zeit sehr viel Wasser verfügbar sein muss, während der Verbrauch sonst deutlich geringer ist.“

Wirtschaftliche Produktion von Reinwasser

In allen Spülküchen wurde zur Vorbehandlung des Stadtwassers ein Enthärter der Marke Berkefeld mit vorgeschaltetem Rückspülfilter und Systemtrenner installiert. Die kompakten Systeme werden zeitgesteuert betrieben und erzeugen mittels Ionenaustausch Weichwasser zum Schutz der nachfolgenden Rein- und Reinstwassersysteme. Das Ionenaustauscherharz des Enthärters kann nach der Erschöpfung mit Kochsalzlösung regeneriert und das Regenerationsabwasser direkt in den Kanal eingeleitet werden.

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