Die Pharma-Welt zu Gast bei OPTIMA

16.06.2016

Ein gemeinsames Ziel vereinte die über 200 Teilnehmer beim 6. Pharma Forum in Schwäbisch Hall: Die bestmögliche Patienten-Sicherheit und Gesundheit. 25 Nationen und viele der weltbekannten Pharma-Unternehmen waren beim Pharma Forum zu Gast.

Die Menschen hinter der Technik tragen große Verantwortung

Ein gemeinsames Ziel vereinte die über 200 Teilnehmer beim 6. Pharma Forum in Schwäbisch Hall: Die bestmögliche Patienten-Sicherheit und Gesundheit. 25 Nationen und viele der weltbekannten Pharma-Unternehmen waren beim Pharma Forum am Mittwoch und Donnerstag zu Gast. Der Veranstalter Optima übernahm dabei den Part der Organisation und des Gastgebers.

„Wir tragen Verantwortung, das Leben von Menschen hängt davon ab“, sagte Richard Johnson, Präsident des weltweiten Branchenverbands PDA (Parenteral Drug Association) beim Pharma Forum. Dies fasst zusammen, um was es in allen technischen Details der zehn Referenten ging. Denn letztlich sind technische Prozesse dafür verantwortlich, dass Arzneimittel in unveränderter, in höchster Qualität den Patienten erreichen. Die Vorträge hielten Experten aus den pharmazeutischen Unternehmen selbst und berichteten über ihre Erfahrungen mit den neuesten Technologien in der Verarbeitung von Arzneimitteln.

Großen Einfluss auf den Anlagenbau hat aktuell die Arzneimittel-Entwicklung – das wurde in vielen Referaten deutlich. Gerade die biotechnologischen Wirkstoffe erfordern neue Ansätze: Kleinstmengen in kleinen Chargen, sehr sensible Inhaltsstoffe, die meist hoch wirksam und sehr teuer sind – das fordert die Branche ganz besonders. Durch-automatisierte Prozesse sind Pflicht, menschliche Eingriffe in die Sterilkette ein Tabu.

Doch auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten muss der pharmazeutische Maschinenbau neue Ideen und Techno-logien bieten. Besonders flexible Maschinentypen sind eine Antwort darauf. Wie diese aussehen können, zeigte Optima in Rundgängen durch die Fertigung.

Nicht nur in Form von Edelstahl-Bauwerken, gekapselten Robotern, ausgeklügelten Zuführsystemen und verglasten Elementen: Ein Mitarbeiter von Optima erläuterte, wie Füll- und Verschließmaschinen dreidimensional simuliert und optimiert werden, bevor sie real gebaut werden. Dabei geht es beispielsweise um Luftströmungen, die für das Sterilisieren innerhalb der Maschinen berechnet und getestet werden, bei Bedarf mit dem Super-Computer des HLRS (Hochleistungsrechenzentrum) in Stuttgart.

Da pharmazeutische Anlagen die Dimension von drei-stöckigen Häusern haben können, interessierten sich die Teilnehmer zudem für das Virtual Reality Center, das Optima gemeinsam mit dem Packaging Valley Germany e.V. realisiert hat. Solch große, aber auch kleinere Anlagen lassen sich dort virtuell begehen und nahezu bis hin zur kleinsten Schraube besichtigen – ebenfalls, noch bevor sie gebaut wurden.

Doch auch Technik alleine führt nicht zum Ziel: Wie eng die Organisation und Zusammenarbeit zwischen Kunde und Lieferant in Projekten abläuft, berichtete Gabriel Vaideanu (Teva, Israel): „Letztlich ist es wie eine Heirat zwischen Kunde und Lieferant. Die Beziehung endet nicht mit dem Produktionsbeginn.“

Viele vertiefende Nachfragen und auch der Meinungs-austausch zwischen den Referaten zeugten vom hohen Interesse an den Themen. Jürgen Rothbauer (Geschäftsführer OPTIMA pharma GmbH) zeigte sich hocherfreut über den Veranstaltungsverlauf und dankte den Gästen und Referenten für den spannenden Informationsaustausch. Seine Einladung fürs nächste Pharma Forum in drei Jahren lautete: „Wir sehen uns wieder – bei hoffentlich bester Gesundheit.“