Quartalszahlen Merck

Operatives Ergebnis trotz konstanter Erlöse eingebrochen

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Operatives Ergebnis stark eingebrochen

Hohe Forschungsausgaben und die schwache Nachfrage im Chemiegeschäft haben das operative Ergebnis der Merck-Gruppe deutlich belastet. Über 40 Prozent ist es sowohl im zweiten Quartal wie auch im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum eingebrochen (siehe Tabelle).

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung erhöhten sich im zweiten Quartal um 23 Prozent auf 341 Millionen Euro bzw. im ersten Halbjahr 2009 um 16 Prozent auf 653 Millionen Euro. Der Anstieg ist hauptsächlich auf die Vielzahl von klinischen Studien der letzten klinischen Prüfphasen sowie auf Indikationserweiterungen von bereits vermarkteten Arzneimitteln zurückzuführen. Die mit dem Erwerb von Serono im Jahr 2007 zusammenhängenden Belastungen von Merck für Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte beliefen sich im 2. Quartal auf 146 Millionen Euro, was einer Steigerung um 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht. Auf das Halbjahr gerechnet summierten sich diese laufenden Belastungen auf 294 Millionen Euro – ein Plus von 4,8 Prozent.

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Aus diesen Gründen sowie aufgrund höherer Marketing- und Vertriebskosten für neu auf den Markt kommende Arzneimittel und des Rückgangs des Operativen Ergebnisses im Unternehmensbereich Chemie reduzierte sich das Operative Ergebnis der Gruppe im 2. Quartal um 42 Prozent auf 184 Millionen Euro und im 1. Halbjahr um 44 Prozent auf 383 Millionen Euro. Das um die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Integrationskosten für Merck Serono bereinigte Operative Ergebnis (Core Operating Result) ging im zweiten Quartal 2009 um 29 Prozent auf 330 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahresquartal und um 30 Prozent auf 673 Millionen Euro im 1. Halbjahr zurück.

Zum Stichtag 30. Juni 2009 beschäftigte Merck weltweit 32.857 Mitarbeiter und damit 57 Mitarbeiter mehr als zum Ende des Geschäftsjahres 2008.

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