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Oliver-Wyman-Studie

Ohne Ressourceneffizienz kein Unternehmenserfolg

| Redakteur: Dipl.-Medienwirt (FH) Matthias Back

Wer nachhaltiges Wirtschaften ernst meint und damit auch einen positiven Beitrag zum Ergebnis leisten will, muss gezielt Maßnahmen definieren und diese konsequent umsetzen. Das kostet zunächst Geld, wird sich nach Einschätzung von Oliver Wyman aber früher oder später in klingender Münze niederschlagen.

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Der Rohstoffverbrauch muss in den kommenden Jahren kräftig gesenkt werden.
Der Rohstoffverbrauch muss in den kommenden Jahren kräftig gesenkt werden.
(Bild: Public Domain CC0/jprohaszka)

Volatile Rohstoffe, strengere Umweltauflagen, und steigende Anforderungen von Konsumenten sowie Investoren machen es für Unternehmen unausweichlich, sich intensiv mit dem Thema Nachhaltigkeit zu beschäftigen. Diese Ansicht vertritt man bei der Unternehmensberatung Oliver Wyman.

Grüne Tünche reiche längst nicht mehr aus. Wer nachhaltiges Wirtschaften ernst meine und damit auch einen positiven Beitrag zum Ergebnis leisten wolle, müsse gezielt Maßnahmen definieren und diese konsequent umsetzen. Voraussetzung dafür sei eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie (weitere Beitrage zum Thema Rohstoffe und Rohstoffpreise finden Sie in unserem Special Rohstoffpreise).

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Laut Oliver Wyman sind die Herausforderungen sind groß, gewaltig aber sind auch die Chancen. So könnten Unternehmen in den Branchen Handel, Industrie, Energie, Wertstoffmanagement sowie Transport und Logistik OECD-weit ihre Geschäftsergebnisse um insgesamt 588 Mrd. Euro pro Jahr verbessern und die CO2-Emissionen jährlich um 2,5 Mrd. t reduzieren. Das sind Ergebnisse der Oliver Wyman-Analyse „From Green To Sustainable“.

Am Thema Nachhaltigkeit führt kein Weg mehr vorbei

Am Thema Nachhaltigkeit führt nach Aussagen der Unternehmensberater kein Weg mehr vorbei. So gibt die Europäische Kommission vor, die Treibhausgasemissionen bis 2050 um 80 % gegenüber 1990 zu senken. Dies bedeutet beispielsweise für Deutschland eine Reduzierung um 650 Mio. t CO2-Äquivalent, was jährliche Investitionen von 53 Mrd. Euro erfordert. 50 Mrd. Euro davon wird der Privatsektor leisten müssen. Hinzu kommen zusätzliche Aufwendungen für eine nachhaltigere Produktentwicklung, zum Beispiel im Bereich Kreislaufwirtschaft, Rohstoff- und Wertstoffwiederverwendung.

Bildergalerien rund um das Thema Rohstoffe:

Gefahrenanalyse Rohstoff – was wird knapp?

Marktbarometer Prozessindustrie 2013

VCI-Infografiken

Ergänzendes zum Thema
Ressourcenschonung
Fallbeispiele: Jedes Unternehmen hat Möglichkeiten

Drei Fallstudien zeigen: Schon Einzelmaßnahmen bieten signifikantes Potenzial. Der weitere Ausbau hin zu umfassenden Programmen ist das Ziel.

  • Automobilzulieferer Witte Automotive konnte seinen CO2-Ausstoß durch Verbesserungen im Produktionsprozess in den Bereichen Heizung, Kühlung, Lüftung und Druckmessung sowie durch verringerten Elektrizitäts- und Gaseinsatz um jährlich 400 t Tonnen reduzieren und Kosteneinsparungen von 100.000 Euro pro Jahr erzielen.
  • Der Fokus des Nachhaltigkeitsprogramms des Druckfarbenzulieferers Siegwerk liegt auf Prozessoptimierungen sowie auf der Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern. So hat Siegwerk mit Bischof+Klein GmbH zusammengearbeitet, um Materialeinsparungen zu realisieren und die Produktion schlanker zu machen. B+Ks ökologischer „Footprint“ konnte um 264 t CO2 reduziert werden, was zu Kosteneinsparungen von 250.000 Euro pro Jahr führt.
  • Dichtungshersteller Freudenberg Sealing Technologies gelang es durch technologische Innovationen, den Energie- und Materialeinsatz effizienter zu gestalten. So werden durch eine neu entwickelte, energieeffiziente Spritzgussmaschine 30 t CO2 und damit 5500 Euro pro Maschine jährlich eingespart. Bei der Metallringproduktion wird der CO2-Verbrauch durch einen effizienteren Materialeinsatz um 2750 t pro Jahr reduziert.

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