Suchen

Registrierungspflichtiger Artikel

Studie: Energiemarkt Ölmarkt-Machtkampf lässt Preise weiter in den Keller purzeln

| Redakteur: Dipl.-Medienwirt (FH) Matthias Back

Durch den Anstieg der weltweiten Rohölproduktion fallen die Rohölpreise weiter und Nationen wie Venezuela oder Kanada geraten enorm unter Druck. Kurzfristig erhöht sich damit die Absatzchance für die Förder von Schieferöl. Das ist das Ergebnis der aktuellen Studie „What the recent oil price shock teaches about managing uncertainty“ der internationalen Managementberatung Bain & Company.

Firmen zum Thema

Die OPEC-Staaten wehren sich mit erhöhter Ölproduktion gegen nordamerikanische Schieferölunternehmen.
Die OPEC-Staaten wehren sich mit erhöhter Ölproduktion gegen nordamerikanische Schieferölunternehmen.
(Bild: Erik Schumann / Fotolia.com)

München – Die weltweite Rohölproduktion der OPEC wird bis 2020 auf 35 Millionen Barrel pro Tag steigen. Das sind nahezu 13 Prozent mehr als heute. Dadurch fallen die Preise weiter, was den Druck auf teure Ölförderungen wie in Venezuela, in der Tiefsee und der kanadischen Ölsande erhöht. Gute Absatzchancen werden Schieferöl eingeräumt, da es kurzfristiger verfügbar ist.

OPEC überflutet Ölmarkt

Bereits seit geraumer Zeit wird der Ölmarkt von der OPEC mit Rohöl überflutet. Derzeit produzieren die Mitgliedsstaaten mehr als den eigentlichen Zielwert von 30 Millionen Barrel pro Tag (ein Barrel entspricht 159 Liter). Insbesondere im Nahen Osten wird mehr Rohöl gefördert als geplant. Anfang Juni 2015 hatte die OPEC entschieden, dass die Förderquote von 30 Millionen Barrel pro Tag für die nächsten sechs Monate nicht angetastet wird. Damit bleibt das Überangebot auf dem Ölmarkt bestehen – und wird sich sogar noch ausweiten, wenn die OPEC bis 2020 wie beabsichtigt die Rohölproduktion auf 35 Millionen Barrel pro Tag steigert.