Ölpreis Öl bleibt weiter billig

Redakteur: Anke Geipel-Kern

Das von Petrochemieunternehmen und Ölförderländern lange erwartete OPEC-Treffen in Doha ist gescheitert. Es wird keine Produktionsobergrenzen geben. Damit bleibt für Petrochemieunternehmen wie Royal Dutch Shell, Gazprom, Total oder BP die Lage nach wie vor angespannt.

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Förderprojekte in der Tiefsee sind risikoreich. .
Förderprojekte in der Tiefsee sind risikoreich. .
(Picture: Daniel Sinoca; CC0;)

Saudi-Arabien hat die OPEC-Verhandlungen zum Scheitern gebracht. Damit dürfte die Zeit des billigen Öls so schnell nicht vorübergehen. Von einem Fiasko sprach der Rohstoffexperte der Commerzbank Eugen Weinsberg in einem Kommentar. Er machte die starrköpfige Haltung der Saudis für die fehlgeschlagenen Verhandlungen verantwortlich. Von vornherein hatten die Commerzbankexperten nur niedrige Erwartungen an die Verhandlungen, da bereits klar war, das der Iran nicht teil nehmen würde.

Der Iran arbeitet daran, seine Fördermenge wieder zu erhöhen, um auf das Niveau von vor dem Embargo zu kommen. Was die vermasselten Doha-Gespräche jetzt für die internationalen Ölriesen bedeutet, bleibt abzuwarten. Die Veröffentlichung der Zahlen des ersten Quartal 2016 steht bei viele Unternehmen kurz bevor. Schon aus den Jahresberichten 2015 ging hervor, dass bereits jetzt viele Förderprojekte auf Eis liegen und die Ölriesen Stellen abbauen, um den Preisverfall abzufangen.

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