Newsticker Oktober: Aktuelles aus der Prozessindustrie

IG BCE fordert sichere Jobs bei Wandel der Chemieindustrie

Seite: 3/19

Firmen zum Thema

26.10.2021

Hannover (dpa) *17:31 Uhr – Chemie-Gewerkschaftskongress mit Scholz, Baerbock, Lindner und Laschet

Die Spitzenpolitiker Olaf Scholz (SPD), Annalena Baerbock (Grüne), Christian Lindner (FDP) und Armin Laschet (CDU) werden am Mittwoch bei einem Gewerkschaftskongress in Hannover erwartet. Zuerst soll der Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten, Scholz, bei der Veranstaltung der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) eine Rede halten. Danach folgen Beiträge der Vorsitzenden der beiden möglichen Koalitionspartner von Grünen und FDP, Baerbock und Lindner. Am frühen Abend wird der CDU-Vorsitzende Laschet erwartet.

Bei dem Kongress geht es etwa um klimagerechte Transformation sowie Digitalisierung. «Es braucht eine gemeinsame und entschlossene Antwort auf den Klimawandel, das ist die entscheidende Herausforderung unsere Zeit. Wir werden unser Land modernisieren hin zu Klimaneutralität, um unseren Wohlstand zu sichern und die Chancengerechtigkeit zu erhöhen», sagte Scholz auf dpa-Anfrage.

Ingelheim (dpa/lrs) *17:30 Uhr – Tabletten aus Ingelheim - Start für neue Boehringer-Fabrik

Das Pharma-Unternehmen Boehringer Ingelheim eröffnet eine neue Produktionsanlage für Tabletten. Dort sollen alle Neueinführungen von Arzneimitteln in Tablettenform für die weltweite Markteinführung hergestellt werden, wie das Unternehmen mitteilte.

Das Werk am Stammsitz des Unternehmens in Rheinhessen wurde als «Smart Factory» konzipiert, also rundum digitalisiert. In der «Solids-Launch-Fabrik» (SOL) mit rund 75 Beschäftigten werden effiziente Produktionsabläufe für neue Tabletten entwickelt, ehe die Medikamente dann an unterschiedlichen Standorten in die reguläre Produktion gehen. Die Bezeichnung Solids oder Solida steht für Medikamente in fester Form, also Tabletten, im Unterschied zu anderen Darreichungsformen wie Kapseln oder Flüssigkeiten.

An der Eröffnung will auch die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) teilnehmen. Die Landesregierung hat sich zu Beginn dieser Wahlperiode im Mai das Ziel gesetzt, Rheinland-Pfalz zum «Innovationsvorreiter» in Deutschland zu machen. Schwerpunkte sollen die hoch technisierte Industrie 4.0, Biotechnologie, Smart Farming und grüner Wasserstoff sein.

Brüssel/Kassel (dpa) *12:19 Uhr – K+S zuversichtlicher fürs Tagesgeschäft

Die hohen Düngerpreise stimmen K+S optimistischer für das Tagesgeschäft. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen dürfte 2021 auf rund 630 Millionen Euro steigen, teilte der Düngerkonzern am Dienstag in Kassel mit. Wegen einer Verzögerung bei der mit der Remondis-Tochter Remex geplanten Gründung des Gemeinschaftsunternehmens Reks berücksichtigt K+S allerdings nicht länger einen Einmalbeitrag von 200 Millionen Euro. Bislang hatte Konzernchef Burkhard Lohr mit einem operativen Gewinn von 500 bis 600 Millionen Euro zuzüglich der 200 Reks-Millionen gerechnet.

Der Ausschluss von Reks aus der Prognose hatte sich bereits abgezeichnet, nachdem die EU-Kartellwächter in der vergangenen Woche unverändert Sorgen wegen einer womöglich zu großen Marktmacht von Reks angemeldet und den Fall an das deutsche Bundeskartellamt weitergereicht hatten.

Kassel (dpa) *09:21 Uhr –BASF-Mehrheitsbeteiligung Wintershall Dea mit Gewinnsprung

Kräftig gestiegene Öl- und Gaspreise haben der BASF-Mehrheitsbeteiligung Wintershall Dea einen Gewinnsprung beschert. Im dritten Quartal legte der Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Explorationskosten (Ebitdax) auf 983 Millionen Euro zu, wie Wintershall Dea am Dienstag in Kassel mitteilte. Das war fast zweieinhalb Mal so viel wie ein Jahr zuvor. Damals hatte die Corona-Pandemie mit den starken Einschränkungen im täglichen Leben das Unternehmen besonders stark getroffen. Zudem profitierte der Öl- und Gaskonzern jetzt von niedrigeren Investitionen.

Der Umsatz sprang im Jahresvergleich von 0,7 auf 1,8 Milliarden Euro nach oben. Unter dem Strich entfiel auf die Aktionäre ein Gewinn von 204 Millionen Euro nach 45 Millionen im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Sondereffekte legte der Überschuss von 68 auf 234 Millionen Euro zu.

BASF hält gut 70 Prozent an Wintershall Dea. Der Rest gehört Letter One, eine Beteiligungsgesellschaft, in der der russische Oligarch Michail Fridman seine Dea-Anteile gebündelt hat.

Basel (dpa) *08:04 Uhr – Novartis wächst im dritten Quartal – Überprüfung von Sandoz beginnt

Der Pharmakonzern Novartis stellt seine angeschlagene Tochter Sandoz auf den Prüfstand. Die Schweizer kündigten am Dienstag in Basel eine strategische Überprüfung der auf Nachahmermedikamente spezialisierten Tochter an. Ziel sei eine «Wertmaximierung für unsere Aktionäre». Wie es weiter hieß, reichen die Optionen dabei von der Beibehaltung des Geschäfts innerhalb Novartis bis hin zur Trennung.

Im vergangenen dritten Quartal hatte Sandoz wegen des Preisdrucks einen leichten Umsatzrückgang hinnehmen müssen, während der Erlös konzernweit um sechs Prozent - und zu konstanten Währungen um fünf Prozent – auf rund 13 Milliarden Dollar (11,2 Mrd Euro) gestiegen war. Dabei entwickelten sich wichtige Wachstumstreiber wie das Schuppenflechtemittel Cosentyx und das Herzmedikament Entresto weiterhin überdurchschnittlich.

Das bereinigte operative Ergebnis von Novartis stieg nominal um zehn Prozent auf rund 4,5 Milliarden Dollar. Unter dem Strich kletterte der Gewinn um 43 Prozent auf 2,8 Milliarden Dollar. Das Management bestätigt den Ausblick für 2021.

(ID:47710972)