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Politischer Druck Nord Stream 2: US-Botschafter Richard Grenell droht Firmen mit Sanktionen

| Redakteur: MA Alexander Stark

Wie das Handelsblatt berichtet, hat der amerikanische Botschafter Richard Grenell deutschen Firmen, die am Bau der von Gazprom geplanten Pipeline Nord Stream 2 beteiligt sind, mit Sanktionen gedroht. Zu den Empfängern des Schreibens gehörten BASF-Chef Martin Brudermüller und die Unternehmensführung des Energiekonzerns Uniper.

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Der US-Botschafter Richard Grenell, droht Firmen, die am Bau von Nord Stream beteiligt sind, mit Sanktionen.
Der US-Botschafter Richard Grenell, droht Firmen, die am Bau von Nord Stream beteiligt sind, mit Sanktionen.
(Bild: Bair175 / CC BY-SA 3.0 / BY-SA 3.0)

Berlin – „Wir betonen weiterhin, dass Firmen, die Exportpipelines für russische Energie betreiben, sich an Aktivitäten beteiligen, die einem erheblichen Sanktionsrisiko unterliegen“, heißt es in dem Schreiben, das dem Handelsblatt vorliegt. Der Botschafter weist in dem Schreiben darauf hin, dass die USA die Ostseepipeline entschieden ablehnen würden. Das Projekt untergrabe die Bemühungen für eine europäische Energiesicherheit. Osteuropäische EU-Mitglieder, viele Regierungen in Westeuropa und Kanada würden das Projekt ebenfalls ablehnen. „Diese Partner teilen unsere tiefe Besorgnis über das zunehmend aggressive Verhalten Russlands, insbesondere über die Nutzung der Energieressourcen durch Moskau um politischen und wirtschaftlichen Druck auszuüben,“ schrieb der Botschafter.

Nach Fertigstellung würden Nord Stream 2 und die zweite Linie von Turk Stream die russischen Bemühungen um eine Umgehung der Ukraine als Gastransitstrecke nach Europa erleichtern. Sollte dies der Fall sein, könnte dies durchaus die Beseitigung eines wichtigen strategischen Abschreckungsmittels gegen das aggressive Verhalten Russlands in der Ukraine bedeuten. Infolgedessen untergraben Unternehmen, die den Bau dieser Pipelines unterstützen, aktiv die Ukraine und die Sicherheit Europas, so Grenell.

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