Digitale Arbeitswelt

Neun goldene Regeln für Unternehmen und Arbeitnehmer

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Klare Regelungen fehlen

Konkrete, das heißt schriftliche Regelungen in Sachen Erreichbarkeit der Angestellten haben bislang nur 14 Prozent aller teilnehmenden Firmen aufgestellt. Bei 62 Prozent gibt es in dieser Richtung keinerlei verbindliche Vereinbarungen, bei 20 Prozent immerhin noch individuelle, mündliche Vereinbarungen zwischen Vorgesetzten und Beschäftigten. Hier besteht für Betriebe Handlungsbedarf: „Arbeitgeber und Arbeitnehmer sollten klare Vereinbarungen über Arbeitszeiten und Erreichbarkeit treffen“, meint BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. Um die Vorteile der neuen Technologien zu nutzen und gleichzeitig ihren Nachteilen im Alltag zu begegnen, hat der BITKOM jetzt neun Regeln aufgestellt. Diese sollen es sowohl Personalverantwortlichen als auch Beschäftigten erleichtern, sich in der digitalen Arbeitswelt zurecht zu finden.

Praktische Tipps ...

... für Unternehmen

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  • Treffen Sie klare Vereinbarungen! Flexible Arbeitsmodelle erfordern klare Regeln, damit Vertrauen entstehen kann.
  • Messen Sie Mitarbeiterleistung! Leistungen sollten möglichst objektiv definiert und gemessen werden: Zielerreichung geht vor Anwesenheit.
  • Nutzen Sie moderne Technologien! Flexible Arbeit sollte durch interne soziale Netzwerke, Blogs oder spezielle Collaboration Tools unterstützt werden.
  • Vernachlässigen Sie Ihre Führungsaufgaben nicht! Trotz hoher Mobilität der Mitarbeiter darf der Kontakt zur Führungskraft nicht wegfallen.
  • Prüfen Sie Ihre Unternehmenskultur! Neue Arbeitsmodelle müssen zur Kultur passen. Veränderungen sollten sorgfältig geplant werden.

... für Berufstätige

  • Managen Sie Sich selbst! Flexible Arbeitsmodelle verlangen ein hohes Maß an Selbstorganisation. Effizientes Arbeiten und Verlässlichkeit sind unabdingbar.
  • Schützen Sie sich! Flexible Arbeit darf nicht heißen, dauernd erreichbar zu sein. Gerade engagierte Mitarbeiter setzen Grenzen und halten diese ein.
  • Bleiben Sie sichtbar! Wer seltener im Büro ist, muss darauf achten, dass seine Leistungen und seine soziale Rolle als Teammitglied wahrgenommen werden.
  • Nutzen Sie digitale Kommunikation! Soziale Medien leisten einen wichtigen Beitrag, um mit anderen zu kommunizieren und Arbeitsergebnisse darzustellen.

Zur Studienerhebung

Im Auftrag des BITKOM hat das Meinungsforschungsinstitut ARIS 505 Erwerbstätige und 854 Personalverantwortliche von Unternehmen ab drei Mitarbeitern befragt.

* Die Autorin ist Online-Redakteurin bei Marconomy. E-Mail: gesine.herzberger@vogel.de

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