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Kraftstoff

Neues Verfahren wandelt Abfälle der Biodieselproduktion in Kraftstoffe um

| Redakteur: Sonja Beyer

Tank statt Futtertrog – so ließe sich ein neues Verfahren betiteln, das Forscher an der FH Gießen-Friedberg entwickelt haben. Es wandelt Reststoffe aus der Biodieselproduktion in Kraftstoffe um.

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Gießen-Friedberg – Ein Team der Fachhochschule Gießen-Friedberg hat ein alternatives Verfahren zur Entsorgung von Abfällen aus der Biodieselproduktion entwickelt. Wie es heißt, kann es dazu beitragen, toxische Belastungen von Lebensmitteln zu verhindern, wie sie im aktuellen Dioxinskandal öffentlich geworden sind. Außerdem könne durch die Umwandlung abgetrennter Fette, Fettsäuren oder Seifen in mineralische Kraftstoffe oder Lösungsmittel eine höhere Wertschöpfung als beim Futtermittelzusatz erzielt werden. „Lebensmittelskandale beruhen überwiegend auf Systemfehlern. Bei BSE war es die widernatürliche Verfütterung von tierischem Eiweiß an Wiederkäuer. Bei der gegenwärtigen Futtermittelpanscherei ist es die unkontrollierbare Entsorgung komplexer Abfälle der Biodieselproduktion über Tiermägen,“ erklärt der Projektleiter Prof. Dr. Ernst A. Stadlbauer von der FH Gießen-Friedberg.

Eine technische Alternative soll deshalb das neue Verfahren bieten, das zum Patent angemeldet ist: Es macht die Verwendung von Reststoffen der Biodieselproduktion in der Futtermittelindustrie überflüssig, indem es verbliebene Fette und Fettsäuren in Kraftstoffe umwandelt. Auf diese Weise werden diese dem Futtermittelpfad entzogen. Für den Umwandlungsschritt bei 400 °C unter Luftausschluss kommen Katalysatoren zum Einsatz. Damit sollen sich aus einer Tonne Fett oder Fettsäuren bzw. Seifen als Salze von Fettsäuren 700 kg Kohlenwasserstoffe erhalten lassen, die dann in Benzin und Diesel aufgetrennt werden. Laut physikalischen und chemischen Analysen erfüllen die Produkte die deutsche Qualitätsnorm für mineralische Dieselkraftstoffe in vollem Umfang.

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