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Aufbereitung von Muschelkalk

Neues Verfahren schont Ressourcen

| Autor / Redakteur: Sabine Mühlenkamp / Sabine Mühlenkamp

Ein neues Verfahren zur Reinigung von Kalkstein erhöht die Ressourceneffizienz des Steinbruchs in Mönsheim.
Ein neues Verfahren zur Reinigung von Kalkstein erhöht die Ressourceneffizienz des Steinbruchs in Mönsheim. (Bild: Mühlenkamp)

Weniger Energieverbrauch, Ressourcenschonung, Umwelt- und Klimafreundlichkeit – das sind Eigenschaften eines neuen Abbauverfahrens, das ab sofort in einem Steinbruch in Mönsheim zum Einsatz kommt. Damit gelingt es, den Ressourcenverbrauch um 30 Prozent zu senken und so vorhandene Lagerstätten deutlich länger zu nutzen.

Ein neues Verfahren zur Reinigung von Kalkstein erhöht die Ressourceneffizienz des Steinbruchs in Mönsheim deutlich – von etwa 65 auf über 90 Prozent. Diese Technologie, die großtechnisch erstmals in Deutschland eingesetzt wird, leistet somit einen wichtigen Beitrag zur effizienten Nutzung von Rohstoffen und zum Erhalt natürlicher Lebensräume. Das CO2-Minderungspotenzial beträgt etwa 30 Tonnen pro Jahr. Betreiber des Kieswerks ist das mittelständische Familienunternehmen MSW mit Sitz in Stuttgart-Untertürkheim, das seit 2010 von Cathrin Fahrland, einer Urenkelin des Firmengründers Heinrich Mertz, und ihrem Ehemann Benedikt Fahrland in vierter Generation geführt wird.

Das Schotterwerk in Mönsheim produziert jährlich rund 400 000 Tonnen unterschiedlicher Gesteinskörnungen und Baustoffge- mische. Unbefriedigend verlief bisher allerdings die Aufbereitung des stark lehmdurchsetzten Muschelkalks. Da herkömmliche Aufbereitungsschritte nicht funktionierten, blieb das abgebaute Material ungenutzt im Steinbruch liegen.

Idee für das Verfahren stammt aus Frankreich

Es gab mehrere Ideen, dem Lehm auf den Leib zu rücken, etwa durch ein Hydrocleaning. Allerdings steht am Standort hierfür kein Wasser zur Verfügung, da das Grundwasser in 150 Metern Tiefe liegt. Gleichzeitig hätte das Waschwasser aufbereitet werden müssen, was wiederum sehr aufwändig geworden wäre.

„Glücklicherweise kam die Firma BHS aus Sonthofen mit einer tollen Idee auf uns zu“, berichtete Fahrland über die Initialzündung anlässlich der Einweihung der Anlage. Die Idee zu dem Verfahren stammt aus Frankreich, die der Mischerhersteller dort gesehen hatte.

Ergänzendes zum Thema
 
Statement von Kai Fischer, Iste e.V.: „Vorbild für Nachhaltigkeit“

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