Abgasreinigung Neues Verfahren reduziert den Energieverbrauch der Abgasreinigung

Redakteur: Sonja Beyer

In einer Schweizer Abfallverbrennungsanlage steht die Erneuerung der bestehenden Abgasreinigungssysteme an. Dabei kommt eine neue Technologie zum Einsatz, die den Energieverbrauch besonders reduzieren soll.

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In der Abfallverbrennungsanlage von Kezo soll ein neues Verfahren zur Abgasreinigung für äußerst geringe Schadstoffemissionen und Energieeinsparungen sorgen. (Bild: Kezo)
In der Abfallverbrennungsanlage von Kezo soll ein neues Verfahren zur Abgasreinigung für äußerst geringe Schadstoffemissionen und Energieeinsparungen sorgen. (Bild: Kezo)

Zürich/Schweiz – Das Verfahren, das in der Anlage von Kezo (Kehrichtverwertung Zürcher Oberland) zum Einsatz kommen wird, heißt Xerosorp+ und wurde vom Technologieunternehmen Hitachi Zosen Inova entwickelt. Sorgen soll es für äußerst geringe Schadstoffemissionen und entscheidende Energieeinsparungen, weil die Reinigungsanlage ohne die üblicherweise eingesetzte, energieintensive Wiederaufheizung vor dem Katalysator funktioniert. Zudem wird mit einem neuen Wärmetauscher auch deutlich mehr Energie aus den Abgasen zurückgewonnen. Für den Anwender ergibt sich mit der neuen Technologie zudem eine deutliche Senkung der Betriebskosten. „Daneben haben uns insbesondere die kurzen Umschlusszeiten von der Alt- auf die Neuanlage überzeugt. Die gewählte Variante ermöglicht es uns, mit äußerst kurzen Stillstandzeiten auf die Neuanlage zu wechseln“, erklärte Kezo-Leiter Daniel Böni.

Mit der neuen Anlage werden die drei bestehenden Nassreinigungssysteme durch zwei Verfahrenslinien mit Bicarbonat-Trockenverfahren ersetzt. Wie Georg Silbermann, CEO von Hitachi Zosen Inova, ausführt, waren vor allem der begrenzt zur Verfügung stehende Platz und der Einbau der Komponenten während des Vollbetriebs der bestehenden drei Verbrennungslinien die grossen Herausforderungen des Projekts. Neben der kompakten Bauweise der Einheit hätten sich bei der Planung vor allem auch die Flexibilität und die Innovationsbereitschaft des Anlagenbetreibers als förderlich erwiesen.

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