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BAM-Testgelände Technische Sicherheit

Neues Testgelände für chemische Stoffe fertiggestellt

03.06.2008 | Redakteur: Marion Wiesmann

Der Brandprüfstand des BAM-Testgeländes Technische Sicherheit
Der Brandprüfstand des BAM-Testgeländes Technische Sicherheit

Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung hat ein neues Testgelände für gefährliche chemische Stoffe errichtet. Nach fast sechsjähriger Bautätigkeit wurde das Testgelände nun in Betrieb genommen.

Horstwalde – Rund 24 Millionen Euro hat die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) in das neue Testgelände Technische Sicherheit investiert. Auf einer Fläche von zwölf Quadratkilometern kann die Bundesanstalt gefährliche chemische Stoffe und deren Verpackungen unter dem Aspekt der Sicherheit untersuchen.

Integriert sind ein Brandprüfstand für Großversuche, ein Prüffeld zur Untersuchung von Brand- und Explosionsgefahren, ein Sprengplatz mit einer Vielzahl von Versuchseinrichtungen wie Brandwallanlage, Spreng- und Schwadenkammer sowie eine Fallversuchsanlage.

Bereits im Juli 2002 wurde der Grundstein für die Baumaßnahmen gelegt. Im erste Bauabschnitt mit einem Investitionsvolumen von rund vier Millionen Euro wurde der Sprengplatz errichtet. Mit den darauf errichteten Versuchsanlagen untersucht, prüft, klassifiziert und begutachtet die BAM gefährliche Stoffe und beurteilt Verfahren zur Herstellung, Be- und Verarbeitung, Beförderung, Lagerung, Verwendung und Entsorgung.

Im November 2005 begann der zweite Bauabschnitt mit einem Investitionsvolumen von rund 20 Millionen Euro. Es entstanden ein Prüffeld zur Untersuchung von Brand- und Explosionsgefahren chemischer Stoffe, eine Versuchsanlage für die Prüfung der thermischen Belastbarkeit von Gefahrguttanks sowie eine Fallversuchsanlage. Die für Fallversuche von Brennelementtransport- und Lagerbehältern errichtete Fallversuchsanlage ist so ausgelegt, dass auch weiterentwickelte Behälter im Originalmaßstab geprüft werden können. Die Fallversuchsanlage gehört mit 36 Metern Höhe nach Aussage der BAM zu den höchsten der Welt und überbietet die gesetzlichen Anforderungen an nationale und internationale Fallprüfungen bei Weitem.

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