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Sicherheitssteuerung Neues Sicherheitskonzept macht sich bezahlt

Redakteur: Anke Geipel-Kern

Ineos hat die Sicherheitssteuerungen seines Crackers auf Vordermann gebracht und dabei die Anzahl der sicherheitsgerichteten Systeme und die Investitionskosten reduziert. Das Unternehmen profitiert von höherer Verfügbarkeit und geringeren Wartungskosten

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Die Installation und Inbetriebnahme der neuen Sicherheitssteuerungen erfolgte in einem sehr engen Zeitfenster und in den vorhandenen Schalträumen.
Die Installation und Inbetriebnahme der neuen Sicherheitssteuerungen erfolgte in einem sehr engen Zeitfenster und in den vorhandenen Schalträumen.
(Bild: Ineos Köln)

Der Cracker V von Ineos Köln ist seit über 30 Jahren das Herz des Standortes. Die riesige Anlage spaltet Naphta (Leichtbenzin) in Ethylen und weitere Chemikalien, die Grundstoffe für die chemische Produktion sind. Insgesamt entstehen daraus etwa 40 unterschiedliche Ausgangsprodukte, die später weiterverarbeitet werden. Der Cracker hat also eine Schlüsselposition innerhalb des Verbunds: Ein Stillstand legt die Produktion lahm, hohe wirtschaftliche Schäden sind die Folge. Betreiber Ineos wollte deshalb bei Sicherheit und Verfügbarkeit der Anlage auf Nummer sicher gehen und nahm im Jahr 2013 die sicherheitsgerichteten Systeme im Rahmen einer Lifecycle-Betrachtung genauer unter die Lupe.

Modernisieren und Kosten sparen

Schnell war klar, dass eine umfassende Modernisierung sich schnell amortisieren würde. Deshalb entschied man sich für den Einsatz von Himax und Himatrix M45-Sicherheitssteuerungen und für die Trennung der Sicherheitssteuerungen vom Prozessleitsystem.

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„Hima bietet mit den skalierbaren Sicherheitssystemen Himax und Himatrix eine gute Ausgangsbasis für ein Modernisierungsprojekt und ist zugleich ein kompetenter Partner in schwierigeren Projektphasen“, erklärt Alexander Simons, O&P Technical Demand Manager, Ineos Köln.

Enges Zeitfenster

Um Ausfallzeiten zu vermeiden, kam als Zeitfenster für Installation und Inbetriebnahme der neuen Sicherheitssteuerungen nur die wiederkehrenden geplanten Revisionsstillstände infrage. Der Umbau musste in den vorhandenen Schalträumen des Crackers erfolgen, was das Projekt noch einmal komplexer machte. Es war wenig Platz vorhanden, doch die Hima-Lösungen konnten exakt angepasst werden.

Der Austausch der Hardware erfolgte exakt geplant und gut orchestriert. Softwareteilfunktionen hatten die Hima-Spezialisten bereits im Vorfeld programmiert, integriert, getestet und validiert. Die Systeme sind TÜV- und SIL 3-zertifiziert. Die Vernetzung via sicherheitgsgerichtetem Kommunikationsprotokoll Safeethernet sorgen für hohe Anlagenverfügbarkeit und Sicherheit. Ausgefeilte technische und organisatorische Vorkehrungen sollen das Risiko von Cyber-Attacken minimieren.

Schlüssiges Gesamtkonzept

Neben der von Hima vorgelegten Planung und der hohen zeitlichen Flexibilität waren für Ineos Performance, Funktionalität und Skalierbarkeit der Safety-Steuerungen die entscheidenden Auswahlkriterien. Das Know-how der Engineering- und Service-Mitarbeiter von Hima bei Planung, Programmierung und Inbetriebnahme der Lösungen trug dazu bei, dass die erste Umrüstungsphase bereits wenige Monate nach Auftragsvergabe umgesetzt werden konnte.

Insgesamt sollen 39 Sicherheitssteuerungen im Cracker V inklusive Ethanstrang abgelöst werden. Derzeit sind bereits sechs Himax und fünf Himatrix M45 im Cracker V im Einsatz. Sie übernehmen dabei folgende Aufgaben:

  • Überwachung von Prozessgrößen wie Druck, Temperatur, Füllstand,
  • Schalten von Aktoren wie Ventilen, Pumpen, Motoren etc.,
  • Umsetzung von SFC-/CFC-Softwareprogrammen,
  • Sicherung von SIL-und Atex-Anforderungen,
  • Emergency-Shutdown (ESD)- Schaltungen,
  • Ansteuerung von Tafelfeldern in der Messwarte.

Sicher in die Zukunft

Himas Online-Reload-Konzept unterstützt u.a. die sukzessive Modernisierung über viele Jahre hinweg – Langzeitverfügbarkeit und Profitabilität der Anlage wären somit für die nächsten Jahre gesichert. Der nächste geplante Stillstand des Cracker V wird in 2020 stattfinden und soll genutzt werden, um das Modernisierungsprojekt im Cracker V abzuschließen.

Simons Fazit: „Durch die hohe Performance der Himax-Systeme konnte die Anzahl der sicherheitsgerichteten Systeme und Investitionskosten reduziert werden. Das Lifecycle-Konzept von Hima hilft uns dabei, unsere Anlagen langfristig zukunftssicher zu machen und nachhaltig die Wartungskosten in unserem Geschäftsbereich niedrig zu halten. Deshalb werden wir auch unseren Cracker IV gemeinsam mit Hima modernisieren.“

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