Asset Management

Neues Gateway ebnet Weg zwischen Gerätediagnose im Feld und Ethernet

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Gateway-Komponenten für Asset Management

Um das Beispiel mit dem Feldgerät aus der Prozessindustrie aufzugreifen: Es lassen sich heute alle analogen Geräte der Feldinstrumentierung, die das Hart-Protokoll unterstützen, mit FDT/DTM-basierten Softwaretools bedienen. Sowohl Anwender im Anlagen- und Maschinenbau als auch die Betreiber direkt profitieren von diesen Standards – vor allem im regelmäßigen Umgang mit den Feldgeräten. Die Vernetzung von Assets über Bussysteme und Ethernet-basierte IT-Infrastrukturen werden auch zukünftig weiter wachsen – sicher auch beschleunigt durch Themen wie Big Data und Industrial Internet of Things (IIoT).

Schon vor einigen Jahren haben diverse Gateway-Komponenten den Weg zum zentralen Asset Management für den „Normalanwender“ geebnet. Heute ist dessen Realisierung von einem zentralen rechnergestützten Zugriffspunkt auf Feldgeräte von Ethernet via Profibus DP auf die Feldebene ohne größeren Aufwand machbar. Das ist nicht nur den über Jahre etablierten Standards wie Profibus und Ethernet zu verdanken, sondern auch der höheren Anwenderakzeptanz. Diese liegt darin begründet, dass sich die Gateway-Zusatzkomponenten aus ihrer Funktion heraus sicher und ohne negative Rückwirkung auf die bestehende Steuerung und in ein Automatisierungsnetzwerk integrieren lassen.

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Der Schlüssel zu zentralem Asset Management

Das neue Ethernet-Profibus-Gateway SFG500 von Endress+Hauser ist in Kombination mit der so genannten Asset-Health-Funktion in der Lage, den Weg zwischen der Gerätediagnose im Feld und dem Ethernet zu ebnen. Das Gerät ist bestückt mit einer SD-Karte und der dazugehörigen, gespeicherten Asset Library. So kann sich der Anwender sämtliche Diagnosemeldungen der in der Anlage verbauten Feldgeräte auf einer Webseite visualisieren lassen. Damit ist die Diagnose-Visualisierungsseite auf der Browseroberfläche (z.B. Firefox, Chrome, IE) sozusagen der Spiegel des Gerätedisplays.

Die Vorteile für den Anwender sind:

  • Die Gerätezustandsinformationen können zentral auf einem separaten Asset-Management-System erfasst und sogar Namur NE107 konform visualisiert werden.
  • Völlig entkoppelt von einer vorhandenen Steuerung bzw. einem überlagerten PLS agiert das SFG500 am jeweiligen Profibus-Segment wie eine autarke Diagnose-Sammelstation.
  • Durch seine automatische Adaption an die vorhandenen Busparameter, die von der SPS vorgegeben werden, bleibt die bestehende Prozesssteuerung unbeeinflusst. Dieses Feature macht sich vor allem dann positiv bemerkbar, wenn eine bereits laufende Anlage mit den Gateways bestückt werden soll.

Das System eröffnet dabei weitere Optionen hinsichtlich Asset-Management-Szenarien: So ist das neue Gateway nicht nur ein Spiegel der Klartextmeldungen aus dem Vor-Ort-Gerätedisplay sondern auch der Schlüssel für zentrales Asset Management.

Speziell in chemischen Anlagen sind Feldgeräte in Zone 1 die Regel. In der Vergangenheit musste der Wartungstechniker im Vorfeld immer einen Freigabeschein für Tätigkeiten beantragen, die sich im explosionsgefährdeten Bereich abspielten – so natürlich auch die Vor-Ort-Verbindung mit einem intelligenten Sensor oder Aktor im Feld. Jetzt kann genau dieser hohe Aufwand entfallen, da es nun möglich ist, sich über einen zentralen Maintenance Rechner via Ethernet mit dem selektierten 4…20 mA- Hart-Feldgerät über das SFG500 und eine passende Remote I/O zu verbinden. Einem zentralen Feldgerätezugriff mit jeglichen damit verknüpften Tätigkeiten wie Geräteparameterbackup, Gerätetausch, Zustandsbewertung, mit z. B. einem Asset-Management-System wie Fieldcare PAM und W@M steht nichts mehr im Wege.

Ergänzendes zum Thema
Das Gateway für Asset Management: 7 Vorteile auf einen Streich
  • Gerätezustandsinformationen durchgängig visualisierbar
  • Klartextmeldungen der Ursache UND der Abhilfemaßnahme
  • nutzt einfachste Webservertechnologien
  • geringer Engineering-Aufwand
  • Namur NE 107-konform: ideal geeignet für Anforderungen aus der Chemie und Pharma
  • funktioniert herstellerübergreifend
  • Steuerung bzw. Leitsystem wird durch die im Beitrag beschriebene Lösung nicht beeinflusst

* Der Autor ist Marketing Manager Prozessautomatisierung, Endress+Hauser Messtechnik GmbH + Co. KG, Weil am Rhein.

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