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Erosionsverhalten von Filtermedien

Neues Filtermedium ermöglicht höhere Förderrate

| Redakteur: Matthias Back

Entwicklungsingenieur Dominik Herper von GKD nahm den AFS New Product of the Year Award 2016 aus der Hand von Klaas De Waal, Vorsitzender der AFS-Jury, entgegen.
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Entwicklungsingenieur Dominik Herper von GKD nahm den AFS New Product of the Year Award 2016 aus der Hand von Klaas De Waal, Vorsitzender der AFS-Jury, entgegen. (Bild: David Knapp)

GKD entwickelt ein neues Filtermedium, mit dem Betreiber von Öl- und Gasförderanlagen die Förderrate erhöhen können. Möglich macht das die offene Struktur des Gewebes.

Die GKD Gebr. Kufferath AG hat ein Gewebe entwickelt, das durch seine besondere Bindung Effizienz- und Preisvorteile in der Wasserfiltration und der Exploration von Öl und Gas bietet. Die Bindung von Porometric kennzeichnet eine dreidimensionale Schlitzstruktur mit rechteckigen Poren. Sie soll bei konstantem Volumenstrom die lokale Porengeschwindigkeit um bis zu 40 % reduzieren und gleichzeitig den Durchfluss um ein Vielfaches steigern.

Filtergewebe der Porengeschwindigkeit bisher nicht gewachsen

Das Filtermedium soll die Lösung für ein Problem sein, das bei einer Studie zum Erosionsverhalten von Filtermedien in Pipelines zur Gas- und Ölexploration erkannt wurde. Die Studie wies nach, dass die bislang in Pipelines eingesetzten Filtergewebe den im Bohrloch vorherrschenden lokalen Porengeschwindigkeiten nicht gewachsen sind. Grund dafür ist der möglichst hohe Förderdruck, um effektive Produktionsraten zu erzielen. Die mit dem Förderdruck steigende Porengeschwindigkeit erhöht jedoch die Abrasion durch im Fluid enthaltene Sandpartikel und damit binnen kurzer Zeit auch die Erosion der eingesetzten Filtermedien.

Was Sie über Ex-Schutz und Sicherheitstechnik wissen sollten

10. Schüttgut-Forum 2016

Was Sie über Ex-Schutz und Sicherheitstechnik wissen sollten

18.10.16 - Die Novellierung der Betriebssicherheits- und der Gefahrstoffverordnung im Jahr 2015 stellt Betreiber von explosionsgeschützten Anlagen vor die Frage, wie die Verordnungen nun umzusetzen und anzuwenden sind. Mehr zur betrieblichen Praxis von Explosionsschutz und Sicherheitstechnik erfahren Sie auf dem 10. Schüttgut-Forum am 15./16. November 2016 in Würzburg. lesen

Damit die Betreiber die Förderrate nicht drosseln müssen, hat GKD das Porometric-Gewebe entwickelt. Dessen offene Struktur soll durch seine Porosität von über 70 % die lokale Porengeschwindigkeit nahezu halbieren und hohen Durchfluss gewährleisten. Durch die höhere Porosität ist laut Unternehmensangaben die Permeabilität bei gleicher Feinheit fast doppelt so hoch. Bei einer Trennleistung von beispielsweise 150 µm beträgt die Luftdurchlässigkeit von Porometric-Geweben 4.800 l/m²/s bei 200 Pa. Trotz der offenen Struktur soll das Gewebe stabil sein.

GKD hat jetzt für das Porometric-Gewebe den „New Product of the Year“-Award von AFS erhalten. AFS ist eine internationale Vereinigung für Filtration und Separation und verleiht diesen Preis jährlich für die nach ihren Angaben bedeutendste Produktneuheit.

Der Beitrag erschien zuerst auf dem Portal unserer Schwestermarke konstruktionspraxis.

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