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Zeolithe Neuer Syntheseweg für Zeolithe

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Einem Forscherteam aus München und dem französischen Caen ist es gelungen, stabile Zeolithe mit sehr großen Poren („EMT“) auf einem einfachen und kostengünstigen Weg herzustellen. Die porösen Materialien wirken wie Molekularsiebe zur Luftfilterung und Reinigung von Wasser.

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EMT-Zeolithe-Nanokristall (Bild: LMU/Laboratoire Catalyse et Spectrochimie)
EMT-Zeolithe-Nanokristall (Bild: LMU/Laboratoire Catalyse et Spectrochimie)

München – Einem Forscherteam um Professor Svetlana Mintova vom Laboratoire Catalyse et Spectochimie im französischen Caen und dem LMU-Chemiker Professor Thomas Bein ist es gelungen, stabile Zeolithe mit sehr großen Poren herzustellen. Die neuartige Synthese von EMT-Zeolithen (Elf Mulhouse Two) benötigt keine teuren organischen Agentien („Template"), die bisher bei der Produktion dieses Zeolithen zum Einsatz gekommen sind. Diese Template sind Verbindungen, die bei Wachstumsprozessen die gewünschten Zeolith-Strukturen erzeugen.

Die Herstellung der Zeolithe läuft mit der neuen Methode deutlich einfacher ab, indem die Reaktion bei Raumtemperatur und in sehr kurzer Zeit stattfindet. Dabei entstehen kleinste Zeolith-Nanokristalle mit großporigen Strukturen.

Bein vermutet, dass die EMT-Zeolithe in vielen Bereichen zum Einsatz kommen: „Denkbar ist dies unter anderem bei der Katalyse mit großen Molekülen, bei der selektiven Adsorption von Stoffen und beim Design von Nanostrukturen wie ultradünnen Filmen, Membranen und chemischen Sensoren.“

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