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Nachwachsende Rohstoffe

Neuer Schub für die Bioraffinerie

| Redakteur: Anke Geipel-Kern

Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Eröffnung des Chemisch-Biotechnologischen Prozesszentrums.
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Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Eröffnung des Chemisch-Biotechnologischen Prozesszentrums. (Bild: Fraunhofer IGB)

Um aus nachwachsenden Rohstoffen chemische Grundstoffe herzustellen, sind neue biotechnologische und chemische Verfahren notwendig. Eine Hürde war es bisher, die Prozesse in den industriellen Maßstab zu übertragen. Das neue Fraunhofer-Zentrum für Chemisch-Biotechnologische Prozesse CBP schließt diese Lücke zwischen Labor und Umsetzung.

Mit dem schon sprichwörtliche großen Bahnhof ist das Fraunhofer-Zentrum für Chemisch-Biotechnologische Prozesse CBP feierlich eröffnet worden. Prominenteste Gäste waren Bundeskanzlerin Angela Merkel und Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff.

„Mit dem Fraunhofer-Zentrum für Chemisch-Biotechnologische Prozesse CBP entsteht am traditionellen Chemiestandort Leuna eine europaweit einmalige Plattform zur Entwicklung neuer Verfahren bis in produktrelevante Dimensionen mit direkter Anbindung an die chemische Industrie“, erläutert Professor Thomas Hirth, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB in Stuttgart, der die Idee eines Prozesszentrums in technischen Dimensionen von der Idee bis zu seiner Realisierung verfolgte.

Das Fraunhofer CBP wird gemeinsam von Wissenschaftlern der Fraunhofer-Institute für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB (Stuttgart) und für Chemische Technologie ICT (Pfinztal) betrieben. Nach der zweijährigen Aufbauphase sind bereits 19 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am CBP tätig. „Am Fraunhofer CBP verknüpfen wir Chemie und Biotechnologie. Indem wir uns auf bisher wenig genutzte Holzarten wie Buchenholz, land- und forstwirtschaftliche Reststoffe oder auch Mikroalgen konzentrieren, gehen wir einen ersten Schritt hin zu einer Bioökonomie“, erläutert Hirth, der den Spitzencluster BioEconomy wissenschaftlich koordiniert.

Das neue Fraunhofer-Zentrum für Chemisch-Biotechnologische Prozesse CBP schließe die Lücke zwischen Labor und industrieller Umsetzung bei der Nutzung nachwachsender Rohstoffe, sagt der neue Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft Professor Reimund Neugebauer. „Unsere produzierenden Unternehmen sind noch weitgehend von fossilen Rohstoffen abhängig. Mit regenerativen Rohstoffen können wir sowohl diese Abhängigkeit als auch die CO2 -Emmissionen weiter reduzieren.“

Mit als Generalunternehmer im Boot ist Linde Engineering Dresden. Professor Aldo Belloni, Mitglied des Vorstands der Linde betont, mit dem CBP werde ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur weiteren Umsetzung der Green Economy getan. Als wichtigen und konsequenten Schritt bei der Weiterentwicklung der mit dem Fraunhofer CBP angestoßenen Aktivitäten sieht auch er den neuen Spitzencluster Bio Economy. Aus Sicht von Professor Belloni eröffnen sich durch die künftige Vernetzung von etablierten und biobasierten Prozessschritten für den Linde Standort Leuna und die Region attraktive Wachstumschancen in der Green Economy.

Welche Maßstäbe der Neubau setzt, lesen Sie auf der nächsten Seite

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