Suchen

Forschung Neuer chemo-enzymatischer Prozess entdeckt

Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Enzymicals hat einen neuen chemo-enzymatischen Prozesses entwickelt. Dieser hilft, ein Molekül auf vielerlei vereinfachte Weise herzustellen, das ein wichtiger Baustein für die Synthese von vielen biologisch aktiven Produkten ist.

Firmen zum Thema

Die Forscher entwickelten eine sequentielle mehrstufige Ein-Topf-Reaktion unter Verwendung eines rekombinanten Schweineleber-Esterase-Isoenzyms. (Symbolbild)
Die Forscher entwickelten eine sequentielle mehrstufige Ein-Topf-Reaktion unter Verwendung eines rekombinanten Schweineleber-Esterase-Isoenzyms. (Symbolbild)
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Greifswald – Als Beispiel für die erfolgreiche Entwicklung und Pilotierung eines chemo-enzymatischen Prozesses stellt Enzymicals seit Mai ein wettbewerbsfähiges Verfahren zur Herstellung von optischem reinem (1S, 2R) -1-Methyl-cis-1,2,3,6-tetrahydrophthalat vor, so das Unternehmen. Dieses Molekül sei ein wichtiger Baustein für die Synthese von vielen biologisch aktiven Produkten, z.B. (+) - Aucantene, Anticapsin oder Semiprevir.

Der neue Prozess ist Ergebnis der Zusammenarbeit mit dem Institut für Chemie, Abteilung Analytik und technische Chemie der Universität Rostock, und von Enzymicals in dem ZIM-geförderten Projekt „Herstellung von Feinchemikalien mit rekombinanten Schweineleberesterasen“. Das Ergebnis ist eine robuste, einfach durchzuführende sequentielle mehrstufige Ein-Topf-Reaktion unter Verwendung eines rekombinanten Schweineleber-Esterase-Isoenzyms.

Wissen ist Wettbewerbsvorteil Ob Branchennews, innovative Produkte, Bildergalerien oder auch exklusive Videointerviews. Sichern auch Sie sich diesen Informationsvorsprung und abonnieren Sie unseren redaktionellen Branchen-Newsletter „Forschung & Entwicklung in Chemie- und Verfahrenstechnik“.

Neu entwickelter Prozess sorgt für bessere Ergebnisse

In mehreren Schritten wurde das Verfahren auf Ausbeute, Rohstoffeinsatz, Reaktionsführung und Prozessführung verbessert. Durch die Verbesserung wurde eine zufriedenstellende Ausbeute mit einem sehr guten Enantiomerenüberschuss erreicht, sagt das Unternehmen. Der Einsatz von leicht zugänglichen Edukten konnte die Kosten der Synthese stark verringern. Die Durchführung der Synthese als sequentielle Ein-Topf-Reaktion führe zu einer vereinfachten Aufarbeitung, besserer Atomökonomie und einer Ausbeuteerhöhung der Zielsubstanz. Mit der anschießenden Umstellung auf einen Flow-Prozess war es möglich, die Produktion zu intensivieren.

Der neu entwickelte chemo-enzymatische Prozess ist laut den Entwicklern robust, einfach und kontinuierlich. Die Zielsubstanz von Enzymicals bietet mit einer Reinheit von > 98% und einem ee > 99,5% eine höhere Qualität als bisher verfügbar.

(ID:44751481)