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Abwassertechnik Neue Zielimmissionen für Phosphor in Gewässern

| Redakteur: Nadine Oesterwind

Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) hat das Arbeitsblatts „Chemisch-physikalische Verfahren zur Elimination von Phosphor aus Abwasser“ überarbeitet.

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Auf Feldern ausgebrachter Phosphor wird in die Gewässer transportiert, wo er zu Problemen führen kann.
Auf Feldern ausgebrachter Phosphor wird in die Gewässer transportiert, wo er zu Problemen führen kann.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Hennef — Die Richtlinien für Oberflächengewässer legen die Zielimmissionen für Phosphor in Gewässern neu fest. Der Fokus liegt dabei auf der Überprüfung der relevanten P-Eingangspfade sowie auf den einzuhaltenden Phosphorablaufwerten der Kläranlagen. Aktuell verschärfen bereits einige Bundesländer die Anordnungen und diskutieren über eine Abwasserverordnung. Die DWA beabsichtig daher, Verfahren der P-Elimination in das Arbeitsblatt DWA-A 202 „Chemisch-physikalische Verfahren zur Elimination von Phosphor aus Abwasser“ zu intergieren und die Erkenntnisse der breiten Abwendung der chemischen Fällung/Flockung zu ergänzen.

Das DWA-Arbeitsblatt wird in regelmäßigen Abständen auf Aktualität überprüft. Ziel der anstehenden Überarbeitung der dritten Verfassung (veröffentlicht 2011) ist zum einen die Darstellung von Verfahren und Verfahrenskombinationen zu Erreichung niedrigster Phosphorablaufwerte nach den neuen Anforderungen mit Angaben von Auswahlkriterien. Des Weiteren soll eine routinemäßige Aktualisierung verschiedener Abschnitte, u.a. der Schlammrichtwerte, der Zwei-Punktfällung, der Fällmittel und der Kombinationsprodukten, stattfinden. Gleichzeitig werden Kennwerte, b-Werte sowie kp-Werte überprüft und biologische Phosphorelimination eingebunden. Schließlich wird das Ziel verfolgt, Fällmittel in Kombination mit der Aktivkohledosierung einzusetzen und relevante Kostenaspekte zu benennen.

Die Überarbeitung erfolgt durch den DWA-Fachausschuss „Verfahren der weitergehenden Abwasserreinigung nach biologischer Behandlung“ und wird von der internen Arbeitsgruppe der Vereinigung „Abwasserreinigung durch Fällung und Flockung“ unterstützt. Der Abschluss der Überarbeitung ist für Oktober 2020 geplant.

Zur Mitarbeit sind interessierte Fachleute mit entsprechenden Kenntnissen – Betreiber, Hersteller, Aufsichtsbehörden und Kläranlagenbetreiber – eingeladen und werden gebeten, ihre Interessensbekundung mit einer kurzen Darstellung ihrer Person zu übersenden. Hinweise für die Überarbeitung des Merkblatts können an die DWA-Bundesgeschäftsstelle gerichtet werden:

Dr.-Ing. Christian Wilhelm
Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef
E-Mail: wilhelm@dwa.de

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