Prozessindustrie

Neue Software für die dezentrale Prozessindustrie

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Elektronisches Beschreibungsmodell: Module Type Package

Um die Dima-Methodik technisch umzusetzen, ist eine neue Definition erforderlich, um die verfahrenstechnischen Anlagenmodulen zu beschreiben – das Module Type Package (MTP). In diesem MTP sind folgende Informationen hinterlegt: Die Kommunikationsparameter, damit das Modul einfach in die Anlage eingebunden werden kann, die Dienste, also die Beschreibung dessen, was das Modul verfahrenstechnisch leisten kann, sowie die Informationen zum Bedienen und Beobachten, also grafische Informationen. Hinzu kommen weitere Beschreibungen wie Informationen zu Status, Diagnose, Historie und Archivierung.

Handling und Management der Module

Um den gesamten Engineering- oder Re-Engineering-Prozess effizient zu gestalten, hat Copa-Data ein MTP-Handling- und Managementsystem entwickelt. Mit diesem System können Unternehmen die MTPs einlesen und alle benötigten Variablen und Bedienbilder sowie deren Verknüpfungen anlegen. Alle Informationen bezüglich Namen, Größe, Position und Variablenanbindung der Bildobjekte in den Bedienbildern entstammen dem MTP. Somit soll gewährleistet sein, dass Bedienbilder von Modulen unterschiedlicher Hersteller im Leitsystem dem kundenspezifischen Aussehen entsprechen.

Anwender können zudem zu jedem Zeitpunkt nachverfolgen, welche Artefakte in Zenon durch welches MTP erzeugt wurden. Das ermöglicht es, die verschiedenen im Prozess erforderlichen Module auch im laufenden Betrieb der Anlage anzubinden. Die Software bietet auch die Möglichkeit, kundenindividuelle Dienste und Bedienbilder auszuwählen und zu exportieren. So können Unternehmen ein Konzept der Wiederverwendung aufsetzen und die projektbezogenen Kosten verringern.

Zusätzlich zur Erstellung und Anbindung von Variablen und Bedienbildern werden die im MTP enthaltenen Dienste als Grundfunktionen im Zenon-Modul „Batch Control“ angelegt. Die Grundfunktionen können nach Bedarf parametrisiert und in Form von Rezepten miteinander verknüpft werden. Nach diesem Schritt ist der Produktionsprozess der Anlage ablauffähig. Bei Bedarf können durch die angelegten Variablen noch modulübergreifende Verriegelungen in Zenon implementiert sowie zusätzliche Meldungen angelegt werden.

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Der Beitrag erschien zuerst auf dem Portal unserer Schwestermarke elektrotechnik.

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