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Kunststoff-Recycling Neue Pilotanlage von Saperatec recycelt Kunststoff-Verbundmaterialien

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Saperatec hat gestern an seinem Firmensitz in Bielefeld eine industrielle Pilotanlage zum Recyceln von Verbundmaterialien in Betrieb genommen. Mit einem patentierten Verfahren gelingt es dem Unternehmen, Kunststoff-Kunststoff- und Kunststoff-Aluminium-Verbunde aufzubereiten. Neben Verpackungen und Getränkekartons lassen sich mit der Anlage auch Photovoltaikmodule recyceln.

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Das Funktionsprinzip der Saperatec-Technologie
Das Funktionsprinzip der Saperatec-Technologie
(Bild: Saperatec)

Bielefeld – Mit speziell entwickelten Mikroemulsionen bietet Saperatec eine neue Möglichkeit, Verbundmaterialien aufzutrennen und somit die einzelnen Bestandteile als saubere Sekundärrohstoffe wiederzugewinnen. In der Anlage ist der gesamte Trennprozess realisiert: von der Behandlung des Verbundmaterials in der Mikroemulsion über das Waschen des aufgetrennten Materials bis hin zur Rückführung der Mikroemulsion und Sortierung der gewonnenen Einzelfraktionen.

„Pro Jahr wandern Verbundmaterialien im Wert von mehr als eine Milliarde Euro in den Müll. Mit einer Recyclingquote von 100 % sorgt unser nasschemischer Prozess für eine nachhaltige Rohstoffwirtschaft“, erklärt Saperatec-Geschäftsführer Jörg Dockendorf. Und Geschäftsführer-Kollege Sebastian Kernbaum ergänzt: „Mit dieser Anlage, die bis zu 500 t an Verbund-Abfällen im Jahr aufbereiten kann, weisen wir die industrielle Reife unseres patentierten Verfahrens nach.“

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In Kürze wird das 2010 gegründete Recycling-Unternehmen mit kundenspezifischen Projekten starten. Dazu wird Saperatec das Verfahren für industrielle Anlagen beim Kunden lizenzieren und die entsprechenden Mikroemulsionen bereitstellen.

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