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Reinst- und Prozesswasser Neue Membran für dezentrale Wasseranalyse

| Redakteur: Marion Henig

Mehrere Unternehmen arbeiten derzeit gemeinsam an einem neuen Wasser-Analysesystem. Es soll derzeit gängige Kultivierungsschritte ersetzen, damit Mikroorganismen, Keime und Xenobiotica im Trink-, Reinst- und Prozesswasser schneller nachgewiesen werden können.

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Martin Heijnen, Leitung Membranentwicklung, im Inge-Labor
Martin Heijnen, Leitung Membranentwicklung, im Inge-Labor
( Bild: Inge Watertechnologies AG )

Ziel des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projektes Aquasens ist die Entwicklung eines dezentral einsetzbaren Analysesystems, das gängige zeit- und personalintensive Kultivierungsschritte ersetzen soll. Als Analyseplattform werden elektrochemische Detektionsverfahren auf Basis integrierter CMOS-Technologie eingesetzt, die Mirkoorganismen entweder über DNA-Amplifikate oder über Antikörper nachweisen.

Um die Idee zu realisieren, wird eine Membran benötigt, mit der die Aufkonzentrierung von Inhaltsstoffen für die anschließende Wasseranalyse optimal erfolgen kann. Dazu muss sie so beschaffen sein, dass möglichst keine Partikel an ihr haften bleiben. Martin Heijnen, Leiter der Abteilung Membranentwicklung des in Greifenberg am Ammersee ansässigen Unternehmens Inge Watertechnologies erläutert: „Die Anforderungen an die Membran sind bei diesem Projekt enorm. Sie muss eine hohe, das heißt nahezu vollständige Rückhaltung gegenüber Partikeln und Viren gewährleisten. Dazu soll ein hoher Volumenstrom durch das Modul fließen, das heißt eine hohe Permeabilität – das ist ein hoher Flux bei geringer Differenz des Transmembranendrucks – in möglichst kurzer Filtrationszeit. Das wichtigste aber ist die Haftungskraft der Membran. Damit keine Rückstände an der Membran das spätere Analyseergebnis des Wassers verfälschen, müssen wir die Membranchemie entsprechend modifizieren.“ Inge Watertechnologies will hierfür die patentierte Multibor Membran hinsichtlich ihrer Haftungs- und Antifouling-Eigenschaften weiterentwickeln.

Am Projekt sind zudem beteiligt: Siemens, Friz Biochem Gesellschaft für Bioanalytik, Institut für Wasserchemie und chemische Balneologie der TU München, IWW Rheinisch-Westfälischen Institut für Wasserforschung und das Technologiezentrum Wasser Karlsruhe.

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