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Spezialamine Neue Mehrprodukte-Anlage ermöglicht BASF hohe Flexibilität

Redakteur: Dr. Jörg Kempf

Jährlich rund 12.000 Tonnen einer Produktpalette aus etwa 15 vielseitig einsetzbaren Aminen: das leistet die neue Mehrprodukte-Anlage der BASF, die jetzt in Ludwigshafen gestartet ist. Der Chemieriese reagiert damit auf die steigende Nachfrage nach Spezialaminen in Europa und stärkt seine weltweit führende Position auf diesem Gebiet.

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Amine sind vielseitige Produkte: Das chemische Zwischenprodukt Dimethylaminopropylamin (DMAPA ) z.B. wird zu speziellen Tensiden für die Herstellung von Körperpflegemitteln weiterverarbeitet. In dieser Anwendung sorgen sie für die milde Wirkung von Shampoos, Duschgels und Flüssigseifen.
Amine sind vielseitige Produkte: Das chemische Zwischenprodukt Dimethylaminopropylamin (DMAPA ) z.B. wird zu speziellen Tensiden für die Herstellung von Körperpflegemitteln weiterverarbeitet. In dieser Anwendung sorgen sie für die milde Wirkung von Shampoos, Duschgels und Flüssigseifen.
(Bild: BASF)

Ludwigshafen – Aufgrund ihrer hohen Flexibilität lässt sich die Anlage auch zur Fertigung neuer Spezialamine einsetzen. Durch die neue Anlage erweitert BASF ihr weltweites Produktionsnetz für Amine mit Anlagen in Ludwigshafen und Schwarzheide/Deutschland, Antwerpen/Belgien, Geismar/Nordamerika und Nanjing/China.

„Mit der neuen Anlage können wir die steigende Nachfrage vor allem unserer europäischen Kunden nach Spezialaminen bedienen“, sagt Dr. Stefan Blank, Leiter des BASF-Unternehmensbereichs Intermediates. „Wir verfügen über jahrzehntelange Erfahrung bei der Entwicklung und Herstellung von Aminen und bauen mit der aktuellen Erweiterung unsere weltweit führende Position bei diesen vielseitig einsetzbaren Zwischenprodukten weiter aus.“

„Durch die spezielle Anlagenstruktur können wir flexibel auf Bedarfsschwankungen bei den verschiedenen Produkten reagieren. Außerdem können wir hier auch kommerzielle Mengen von Produkten aus unserer Innovationspipeline herstellen“, so Dr. Christoph Wegner, Leiter der regionalen Geschäftseinheit Amine Europa im BASF-Unternehmensbereich Intermediates, und ergänzt: „Durch die Integration in den BASF-Verbund am Standort Ludwigshafen können wir unseren Kunden neben der Forschung auch die Scale-Up-Leistungen über eine Pilotanlage bis hin zu der neuen Mehrprodukte-Anlage bieten.“

Die BASF verfügt mit etwa 200 verschiedenen Aminen über das weltweit vielfältigste Sortiment an diesen chemischen Zwischenprodukten. Neben Alkyl-, Alkanol- und Alkoxyalkylaminen bietet das Unternehmen auch heterozyklische und aromatische Amine sowie Spezialamine. Dazu kommt ein wachsendes Portfolio an chiralen Aminen mit hoher optischer und chemischer Reinheit.

Die vielseitigen Produkte bewähren sich vor allem bei der Herstellung von Pflanzenschutz- und Arzneimitteln, kosmetischen Produkten, Reinigungsmitteln und Prozesschemikalien. Dazu kommt die Produktion von Lacken, Spezialkunststoffen, Verbundwerkstoffen sowie von Spezialfasern.

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