Orphan Drugs Neue Geschäftseinheit entwickelt Orphan Drugs

Redakteur: Marion Henig

Glaxo Smith Kline (GSK) hat im Februar dieses Jahres eine Geschäftseinheit „Seltene Erkrankungen“ gegründet, die sich der Erforschung seltener Krankheiten und der Entwicklung von Orphan Drugs widmen wird.

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Marc Dunoyer, GSK-Geschäftsführer für den asiatisch-pazifischen Raum, wird die neue Geschäftseinheit "Seltene Erkrankungen" leiten. (Bild: GSK)
Marc Dunoyer, GSK-Geschäftsführer für den asiatisch-pazifischen Raum, wird die neue Geschäftseinheit "Seltene Erkrankungen" leiten. (Bild: GSK)

München – Geleitet wird die neue Unit von Marc Dunoyer, dem GSK-Geschäftsführer für den asiatisch-pazifischen Raum. Insgesamt gibt es rund 6000 seltene Erkrankungen, von denen jeweils nicht mehr als fünf von 10.000 Menschen betroffen sind. Es sei deshalb notwendig, sich zu fokussieren. Marc Dunoyer: „Wir werden uns auf solche Krankheiten konzentrieren, bei denen wir realistische Hoffnungen haben, deutliche Fortschritte zu erzielen.“ Ziel sei eine Liste von etwa 200 Krankheiten, die das Unternehmen genauer betrachtet. Dazu sei es wichtig, so Dunoyer, eng mit den wenigen wissenschaftlichen Experten zusammenzuarbeiten, die es im Bereich seltene Erkrankungen gibt. Dazu gehören Kooperationen etwa mit Prosensa und JCR Pharmaceuticals. Der Erfolg der Erforschung seltener Krankheiten hängt nach Dunoyers Überzeugung auch davon ab, die richtigen Moleküle auszuwählen. Hier verfügt GSK seiner Meinung nach über eine gute Auswahl, denn die Pipeline der „Rare Diseases“ werde von Wissenschaftlern aus der gesamten GSK-Organisation gefüllt. Dies eröffne die Möglichkeit, nach Wirkstoffen für ein breites Spektrum seltener Erkrankungen zu suchen. GSK hat gegen eine seltene Leukämieform bereits ein Medikament mit dem Wirkstoff Nelarabin entwickelt.

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