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Butadienanlage in Burghausen Neue Butadienanlage hat für OMV strategische Bedeutung

| Redakteur: Anke Geipel-Kern

Die OMV-Raffinerie hat eine neue Butadienanlage in Burghausen gebaut, die kürzlich in Betrieb gegangen ist. Als Engineeeringpartner ist CAC Chemnitz mit im Boot.

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Feierliche symbolische Inbetriebnahme der Butadienanlage mit Staatskanzleiminister Marcel Huber und OMV Senior Vice President Alois Virag.
Feierliche symbolische Inbetriebnahme der Butadienanlage mit Staatskanzleiminister Marcel Huber und OMV Senior Vice President Alois Virag.
(Bild: OMV)

OMV hat den alle fünf bis sieben Jahre fälligen Raffinerie-Shut Down genutzt, um eine neue Butadien-Anlage zu bauen und in den Raffineriebetrieb mit einzubinden. Auf rund 150 Mio. Euro beläuft sich die OMV-Gesamtinvestition, Der Großanlagenbauer CAC Chemnitz zeichnete dabei für die kompletten Ingenieursleistungen, die Beschaffung sämtlicher Ausrüstungen, die Montageüberwachung sowie die Vorbereitung der Inbetriebnahme verantwortlich.

Die Ingenieurdienstleistungen von CAC beliefen sich neben dem Neubau der Butadien-Anlage auch auf Umbau und Erweiterungsmaßnahmen an bestehenden Ver- und Entladeanlagen sowie Tanklagerkapazitäten.

„Wir sind stolz darauf, dass die OMV zum wiederholten Male auf unsere Engineeringkompetenzen zurückgegriffen hat und uns als Partner für dieses strategisch bedeutende Projekt ausgewählt hat. Mit dem erfolgreichen Projektabschluss konnten wir einen wesentlichen Beitrag zur Optimierung des Raffinerie-standortes Burghausen leisten,“ sagt Jörg Engelmann, Geschäftsführer der CAC.

Schon während des Shut Downs im Jahr 2007 hat OMV eine Menge Geld in die Hand genommen, um den Standort zu modernisieren und Kapazitäten zu erweitern. Rekordinvestitionen von EUR 640 Mio führten zu einer deutlichen Kapazitätssteigerung bei der Herstellung von Ethylen und Propylen und sicherten der OMV eine führende Marktposition.

Ein zentraler Aspekt des diesjährigen Shut Down mit dem Fokus auf Petrochemie und einer Investition von über 200 Millionen Euro war die Einbindung der neuen Butadien-Anlage, für die der Löwenanteil des Geldes drauf gegangen ist.

Auch das Fackelgassystem wurde grundlegend modifiziert. Dabei wurde u.a. ein Hochleistungsbrennerkopf der neuesten Generation eingebaut. Dadurch verbessert sich die Dampfversorgung der Fackel für eine rußfreiere Verbrennung, die Kapazität erhöht und die Lärmentwicklung reduziert.

Alois Virag, Leiter OMV Refining & Petrochemicals, betont: „Die neue Butadien-Anlage macht uns noch wettbewerbsfähiger und verbessert unsere gute wirtschaftliche Position nachhaltig. Die Investition in den Neubau ist auch ein klares Signal für den Industriestandort Burghausen und das Bayerische Chemiedreieck. Aufgrund des globalen Wandels der Raffineriebranche spielen neben den klassischen Erdölprodukten petrochemische Erdölderivate international eine zunehmend wichtige Rolle.“

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