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Biomasseanlage Neue Bio-Dampfanlage verringert CO2-Emissionen von Akzo Nobel um 100.000 Tonnen

Redakteur: MA Alexander Stark

Der holländische Wirtschaftsminister Henk Kamp, Eneco und der Seehafen Groningen haben gemeinsam eine Anlage in Betrieb genommen, die aus Biomasse Dampf zur Verwendung im Chemieparkt Delfzijl erzeugen soll. Hauptabnehmer ist der dortige Produktionsstandort für Spezialchemikalien von Akzo Nobel.

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Die Anlage von Akzo Nobel in Delfzijl
Die Anlage von Akzo Nobel in Delfzijl
(Quelle: Akzo Nobel)

Delfzijl/Niederlande — Eneco hat seine Biomasseanlage in eine Kraft-Wärme-Anlage umgewandelt und stellt produziert damit nun sowohl Elektrizität als auch Dampf aus erneuerbarer Biomasse. Der Dampf wird über eine vom Seehafen Groningen installierte Pipeline abtransportiert.

Durch den Umbau konnte die Effizienz der größten niederländischen Biomasseanlage gesteigert werden. Laut Akzo Nobel kann nun mit der gleichen Menge an Biomasse doppelt so viel erneuerbare Energie erzeugt werden. 10 % des gesamten Energiebedarfs des Unternehmens stammen inzwischen von erneuerbare Energieträgern. Dies entspricht laut Unternehmensangaben einer Verringerung der CO2-Emissionen um 100.000 Tonnen jährlich.

Etwa 10 % der niederländischen Chemieproduktion stammt aus Delfzijl. Die drei Partner haben gemeinsam ca. 40 Millionen € in das Projekt investiert. Die Biomasseanlage von Eneco verwertet ca. 300.000 Tonnen Holz im Jahr, das aus Gebäudeabrissen und Abfällen stammt, um daraus erneuerbaren Strom und Dampf zu erzeugen. Das Unternehmen hat mit Akzo Nobel einen auf zwölf Jahr angelegten Liefervertrag für Bio-Dampf geschlossen. Der Spezialchemiekonzern ist bereits ein Großabnehmer für die in der Anlage erzeugte Energie.

Der Seehafen Groningen hat für die nötige Infrastruktur gesorgt, um den Dampf über eine Pipeline in den Chemiepark zu transportieren. Diese Pipeline steht auch Unternehmen zur Verfügung, die nicht an diesem Projekt beteiligt sind.

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