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Industrie 4.0/Internet der Dinge Neue Ära der Konvergenz: Das bedeutet Industrie 4.0 für die Zulieferer

| Redakteur: Dominik Stephan

Industrie 4.0, Internet der Dinge, Big Data und die vernetzte Fabrik bedeutet nicht nur eine Umstellung für die Prozessindustrie – auch Zulieferer kommen an den neuen Technologien nicht vorbei. Wie der Wandel gelingen kann und welche zwei Faktoren entscheidend für den Erfolg des Konzeptes sind, zeigt eine aktuelle Studie.

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Frankfurt am Main – Die Entwicklung der Produktion im Einklang mit den Industrie 4.0-Trends zu gestalten fordert die Geschäftsregeln und die Dynamik der bestehenden Zuliefererlandschaften heraus. Dies wird die Art und Weise, wie Zulieferer zukünftig ihre Lösungen und Dienstleistungen anbieten, grundlegend verändern. Die Betonung eines heterogenen Wertversprechens wird an Zugkraft gewinnen, wodurch wiederum neue Synergien und Partnerschaften unter den Anbietern in der industriellen Automatisierung, Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT), der Mess- und Instrumententechnik als auch den Bank- und Finanzdienstleistungen entstehen. Und das rechnet sich: Laut einer aktuellen Studie von Frost & Sullivan wird das neue Ökosystem der Industrie 4.0-Zulieferer bis zum Jahr 2020 einen Wert von 420 Milliarden US-Dollar erreichen.

„Der zunehmende Einfluss von IKT im Produktionsbereich eröffnet neue Geschäftsszenarien der Zusammenarbeit, des kooperativ-kompetitiven Miteinanders und des Wettbewerbs in der Industrielandschaft“, sagt Frost & Sullivan Industrial Automation and Process Control Program Manager Karthik Sundaram. „Konnektivität und Mobilität, die von Ethernet, Cloud Computing, Virtual Reality und Big Data-Analysetechnologien unterstützt werden, bilden den Grundstein für die nächste Generation der Fertigung.“

Standardisierung und Rendite – zwei Erfolgsfaktoren für Industrie 4.0

Während diese Matrix die künftige Fertigung und Produktion branchenübergreifend prägt, ist dennoch die technologische Standardisierung von entscheidender Bedeutung, um Allianzen und Partnerschaften unter unterschiedlichen Anbietern zu schaffen. Ein instabiles wirtschaftliches Umfeld hemmt neben einer schwachen Konsumnachfrage diejenigen Endnutzer, die die Modernisierungsziele schnell umsetzen wollen.

Zudem bleibt die Idee der digitalen Fabrik unvollkommen, wenn sich keine kohärente Kapitalrendite einstellt. Gewinnmodelle und Go-to-Market-Strategien für die verschiedenen Endnutzer-Ebenen einzuführen, die auf einem Dienstleistungsansatz gründen, sind hilfreich für die Zulieferer, um sich als unverzichtbare Partner für die Hersteller etablieren zu können.

„Obwohl die industriellen Zulieferer sich aufgrund ihrer Expertise in einer privilegierten Position befinden, sind sie mit einer Doppelaufgabe konfrontiert“, stellt Sundaram fest. „Denn einerseits sollen sie vorhandene Produkte durch Kooperationen verbessern und andererseits den Wert für die Kunden diversifizieren, indem sie End-to-End-Lösungen bereitstellen, die die traditionellen Grenzen überschreiten.“

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