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Prozessautomatisierung

Namur und Open Group unterzeichnen MoU zur Zusammenarbeit bei offenen Standards

| Redakteur: Gerd Kielburger

Open Group und Namur wollen künftig bei offenen Standards zusammenarbeiten.
Open Group und Namur wollen künftig bei offenen Standards zusammenarbeiten. (Bild: The Open Group/Namur)

Ohne offene Standards wird es keine für Endanwender akzeptable Entwicklungen bei Prozessautomatisierungssystemen oder auch der Digitalisierung geben. Vor diesem Hintergrund haben die Namur und The Open Group, das globale Konsortium, das die Erreichung von Geschäftszielen durch Technologiestandards ermöglicht, ein Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichnet, um die Zusammenarbeit bei der Schaffung offener Standards für Automatisierungssysteme zu forcieren.

Leverkusen – Das Abkommen konzentriert sich auf den offenen Austausch von Dokumenten und soll ein gemeinsames Verständnis für die Herausforderungen der Endnutzer schaffen. Wie es in der gemeinsamen Presseerklärung heißt, sollen außerdem die Ansätze von The Open Group Open Process Automation™ Forum (OPAF), Module Type Package (MTP) und Namur Open Architecture (NOA) harmonisiert werden. Die Partnerschaft wurde bereits durch mehrere gemeinsame Präsentationen auf internationalen Konferenzen sowie einen gemeinsamen Workshop im April in London kommuniziert und unterstrichen.

Man freue sich über die Zusammenarbeit mit der Namur bei der Entwicklung offener Standards für Automatisierungssysteme, erklärte Ed Harrington, Forum Director beim The Open Group Open Process Automation Forum. Die Organisation ist nach eigenen Angaben in mehr als 625 Organisationen vertreten und umfasst Kunden, System- und Lösungsanbieter, Toolhersteller, Integratoren, Akademiker und Berater aus verschiedenen Branchen. Bereits auf der letzten Namur-Hauptsitzung durfte Exxon Mobil Manager Donald Bartusiak die Vorstellungen der Open Group vor dem Namur-Auditorium präsentieren. Aufgrund gewaltiger anstehender Migrationskosten einerseits, die der US-Energieriese in den kommenden Jahren für den Großteil seiner Prozessleitsysteme aufbringen muss, aber auch durch hohe Neuinvestitionen hat man beim US-Konzern grundsätzlich überlegt, wie man eine offene, sichere, standard-basierte, interoperable Prozessautomatisierungsarchitektur schaffen kann. Als Ergebnis entstand unter dem Stichwort Open Group eine neue, vollständig offene Referenzarchitektur mit einem Echtzeit-Service-Bus, der die bisherige Struktur auf den Kopf stellt. Ob man sich auf der Zeitschiene mit der Umsetzung bis 2022 einen Gefallen getan hat, bleibt abzuwarten. Bis dahin sollen die Ziele in ersten Schritten erreicht sein, was nicht wenige Experten hierzulande als überambitioniert bzw. unrealistisch einstufen.

Bei der Open Group sieht man die Namur jedenfalls als einen international anerkannten Branchenführer und hofft gemeinsam die gleichen Ziele bei offenen Standards in der Prozessautomatisierung besser und schneller erreichen zu können.Die Verantwortlichen bei der Namur sehen das erwartungsgemäß genauso, wie Namur-Vorsitzender Wilhelm Otten (Evonik) betont: „Die Entwicklung international ausgerichteter offener Standards in der Automatisierungstechnik ist der Schlüssel zu unserem Erfolg.“ Es sei eine große Freude, mit der Open Group als globalem Konsortium zusammenzuarbeiten, um den Weg zu einer Prozessleittechnik der Zukunft zu beeinflussen und zu gestalten.

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