Länderreport Italien

Nachfrage in Italien sinkt

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Außenhandel

Italien weist ein chronisches Defizit im Außenhandel mit chemischen Erzeugnissen aus. Es lag 2011 bei 11,3 Mrd. Euro, den Pharmasektor eingeschlossen sogar bei 15,2 Mrd. Euro. Die seit Mitte 2011 nachlassende Binnennachfrage dürfte die Importe und damit auch das Defizit 2012 schrumpfen lassen. Allerdings bleibt ein Grundbedarf an Basischemikalien und damit die Einfuhrabhängigkeit des Sektors erhalten. Deutschland ist vor Frankreich und Belgien der wichtigste Lieferant für den italienischen Chemiemarkt.

Geschäftspraxis

Im innergemeinschaftlichen Warenverkehr der EU sind die Regelungen des Umsatzsteuer-Kontrollverfahrens in der EU zu beachten. Informationen hierzu finden sich auf der Internetseite des Bundeszentralamtes für Steuern.

Bildergalerie

Hinsichtlich der Normierung gelten die einschlägigen EU-Richtlinien. Siehe hierzu zum Beispiel die Website des Deutschen Instituts für Normung e.V..

Ausländische Hersteller kritisieren den hohen bürokratischen Aufwand und die vergleichsweise langen Bearbeitungszeiten bei Zulassungsverfahren in Italien. So sind zur Inbetriebnahme einer neuen Anlage bis zu 30 Genehmigungen notwendig. Im Rahmen der von der Regierung Monti angestrebten Wirtschaftsreformen ist auch ein Abbau der Bürokratie für Wirtschaftsunternehmen vorgesehen. Ob diese Politik greifen wird, ist noch nicht abzusehen. Für Arzneimittel ist das Gesundheitsministerium zuständig. Bei der Registrierung und Zulassung chemischer Produkte nach den REACH-Regeln der EU ist der Fachverband Federchimica behilflich.

Tabellen, Zahlen und weitere Fakten zur Chemieindustrie in Italien finden Sie in der Bildergalerie des Artikels.

* Quelle: Germany Trade and Invest

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