Länderreport Italien

Nachfrage in Italien sinkt

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Große Chemieunternehmen in Italien

Das mit Abstand größte Branchenunternehmen ist Polimeri Europa (ENI-Gruppe) mit einem Umsatz von weltweit 6,1 Mrd. Euro und einem Produktionswert in Italien von 4,8 Mrd. Euro (2010). Polimeri Europa hatte 2009 unter der Wirtschaftskrise zu leiden, erholte sich aber 2010 und 2011.

Dahinter folgen der Bauchemiehersteller Mapei mit 2,1 Mrd. Euro Umsatz (2011) und der Kunststofferzeuger Gruppo Mossi & Ghisolfi mit 1,9 Mrd. Euro (2010). Menarini setzte 2011 mit Arzneimitteln im Inland als wichtigster Akteur circa 1 Mrd. Euro um. Deutlich höhere Verkäufe auf dem italienischen Markt meldeten allerdings die internationalen Konzerne Pfizer und Sanofi Aventis. Auch der Umsatz von Bayer in Italien übertraf 2011 den von Menarini (jedes der drei Unternehmen setzt in Italien Arzneimittel im Wert von deutlich über 1 Mrd. Euro um).

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Viel Spielraum für Deutsche Unternehmen

Deutsche Branchenunternehmen sind in Italien insgesamt gut vertreten. Die großen Chemiekonzerne von Bayer über BASF bis zu Henkel und Boehringer Ingelheim unterhalten seit Jahrzehnten am dortigen Markt Niederlassungen.

Inländische Hersteller sind meistens hoch spezialisiert und lassen ausländischen Anbietern im italienischen Markt viel Spielraum. Die Einfuhrzahlen geben aufgrund der engen Produktionsverflechtungen jedoch nur begrenzt über die Marktstellung deutscher Chemiefirmen Auskunft. Nach Angaben aus der Branche sind deutsche Waren jedoch besonders gut im Pharmasektor, bei Kunststoffen und bei Kunststofferzeugnissen vertreten.

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