Länderreport Italien

Nachfrage in Italien sinkt

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Produktion/Branchenstruktur

Nach Angaben von Federchimica lag der Produktionswert der italienischen Chemieindustrie 2011 bei 51,4 Mrd. Euro, einschließlich des Pharmasektors bei 77,4 Mrd. Euro. Gegenüber dem Vorjahr ging die Erzeugung damit dem Wert nach um circa 2% zurück, nachdem sie 2010 um 9% gewachsen war. Die Pharmaindustrie registrierte 2010 noch ein Wachstum von 11%, stagnierte aber bereits 2011 und wird 2012 voraussichtlich deutliche Einbußen hinnehmen müssen.

Exportorientierte Unternehmen setzen sich durch

Der Fachverband Federchimica zählte 2010 circa 2.800 Chemieunternehmen mit 115.000 Beschäftigten. Hinzu kommen etwa 600 Pharmafirmen mit rund 66.000 Beschäftigten (der Pharmaverband Farmindustria weist lediglich 333 Produzenten im engeren Sinne aus). Die Anzahl der Betriebe ist in den beiden letzten Jahren gesunken. Grund ist ein Konzentrationsprozess bei den Herstellern, die vornehmlich für den nationalen Markt arbeiten. Viele können dem Konkurrenzdruck der Importe nicht mehr standhalten.

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Der Schrumpfungsprozess dürfte sich 2012 angesichts des Konjunktureinbruchs auf dem Binnenmarkt fortsetzen. Exportorientierte Anbieter konnten sich hingegen bisher vor allem aufgrund der starken Nachfrage aus Deutschland gut behaupten.

Chemieindustrie konzentriert sich um Mailand

Insgesamt sind mehr als 200 ausländische Hersteller von Chemieerzeugnissen mit etwa 33.000 Beschäftigten in Italien tätig. Ihr Anteil an der nationalen Erzeugung liegt bei 37%. Kleine und mittelständische Anbieter haben in Italien eine starke Stellung. Sie sind für 41% des Produktionswertes verantwortlich und oft spezialisiert auf Nischenmärkte im Ausland. Geographisch ist die italienische Chemieindustrie auf die Region Lombardei (Mailand) konzentriert.

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