Länderreport Italien

Nachfrage in Italien sinkt

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Farben und Klebstoffe

Das Segment Farben und Klebstoffe wies 2010 noch ein leichtes Wachstum auf und die weiteren Aussichten waren vorsichtig optimistisch. Die Lage wichtiger Abnehmer aus der Kfz-Industrie und der Bauwirtschaft hat sich nach einer kurzfristigen Besserung 2011 aber erneut eingetrübt. Für 2012 ist angesichts des allgemeinen Konjunktureinbruchs mit einem deutlichen Rückgang der Nachfrage zu rechnen, der sich 2013 etwas abgeschwächt fortsetzen dürfte.

Kosmetika

Der Absatz von Kosmetika wird von der Wirtschaftskrise nur wenig betroffen. Er ist 2009 nach Schätzungen nur um 1% gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen, konnte 2010 aber wieder einen Zuwachs um 1,3% und 2011 von 1,0% verbuchen. Das Marktvolumen wurde vom Fachverband Unipro für 2011 auf 8,0 Mrd. Euro geschätzt.

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Aufgrund guter Exportergebnisse belief sich der Gesamtumsatz der Branche einschließlich der Ausfuhren auf 9,1 Mrd. Euro (+6% gegenüber dem Vorjahr). Für 2012 geht der Verband noch von einem Wachstum des italienischen Marktes um 1,5% aus, aber diese Prognose erscheint angesichts des negativen Konjunkturverlaufs zu optimistisch.

Kunststoffe

Der Marktwert von Kunststoffen in Primär- und anderen Formen ist 2009 nach einer Schätzung des Marktforschungsinstituts Databank auf unter 15 Mrd. Euro gefallen, hatte sich 2010 aber kräftig erhöht. Auch 2011 stieg die Nachfrage noch. Die Einfuhren nahmen um 9,4% und die Produktion um 1,3% zu.

Bereits im 2. Halbjahr 2011 zeichnete sich eine Abschwächung der Nachfrage ab und die Zahlen für die ersten Monate 2012 lassen auf einen deutlichen Rückgang im Gesamtjahr schließen.

Kunstdünger

Die Nachfrage nach Kunstdünger hatte sich 2010 deutlich erhöht und zeigte auch 2011 noch ein leichtes Wachstum von 1% bis 2%. Verkäufe von Herbiziden und Pestiziden sind kaum vom Konjunkturverlauf abhängig, sie reagieren auf die Klimaverhältnisse.

Für 2012 wird ein leichter Rückgang bei Agrarchemikalien erwartet. Die künftigen Wachstumschancen werden von Branchenexperten verhalten beurteilt. Eine vermehrte Nutzung von Kunstdünger, Herbiziden und Pestiziden erscheint wenig wahrscheinlich, da der Agrarsektor in steigendem Maß auf den biologischen Anbau setzt. Italien ist nach Spanien das Land mit der größten Bio-Anbaufläche in Europa.

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