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Controller Multifunktionscontroller für die Prozessindustrie – denn selbst ist der Mann

| Autor / Redakteur: Peter Pschichholz / Dr. Jörg Kempf

Speicherprogrammierbare Steuerungen sind gewissermaßen die Gehirne moderner Produktionen. Doch nicht alle Aufgaben erfordern eine vollwertige SPS. Lesen Sie, wie Sie komplexe Ablaufsteuerungen selbst erstellen.

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Auf der Rückseite befinden sich Steckplätze für zwei I/O-Karten.
Auf der Rückseite befinden sich Steckplätze für zwei I/O-Karten.
(Bild: Hesch)

In vielen Bereichen der Prozessindustrie werden Ablaufsteuerungen benötigt. Zeitgleich gilt es, verschiedene Nebenprozesse zu regeln. So müssen z.B. in Abhängigkeit vom Temperaturverlauf Pumpen gesteuert oder Medien gewechselt werden. Der übliche Weg in Prozessen mit Individuallösungen für Temperaturregelungen und Ablaufsteuerungen führte in der Vergangenheit zwangsläufig fast immer über die Speicherprogrammierbare Steuerung (SPS). Das setzt jedoch nicht nur hohe Anschaffungskosten voraus, sondern auch spezifische Programmierkenntnisse. Für viele Unternehmen ist es aber zu aufwändig und zu teuer, bei jeder Inbetriebnahme oder Prozessoptimierung einen oft externen Programmierer einzusetzen.

Als Alternative zu teuren SPS-Anlagen bietet der Automatisierungsexperte Hesch einen Multifunktionscontroller (MFC) an, der sich für weit mehr als nur den Einsatz in Thermoprozessen eignet, z.B. als Prozessrechner oder in der Pumpensteuerung. Im Gegensatz zu herkömmlichen Temperaturreglern kann der HE 5697 MFC auch komplexe Abläufe steuern. Er kann mehrere Prozesse gleichzeitig regeln und unterstützt nahezu alle gängigen Verfahren der Prozessindustrie, z.B. Begrenzungs-, Verhältnis- oder Kaskadenregelung. Prozesse lassen sich kostenneutral anpassen, optimieren und weiterentwickeln. Dies senkt die Kosten und den Ressourcen-Aufwand; außerdem bleibt wertvolles Prozess-Know-how im Haus. Ein zeitgemäßes Bedienkonzept und Frontend in Verbindung mit einem leistungsfähigen Rechnerkern sorgt für Flexibilität bei der Gestaltung der Steuerungsabläufe. Die Funktionsblöcke stellt Hesch in Bibliotheken zur Verfügung.

Applikationserstellung einfach gemacht

Diese Bausteine können im Easy-Tool MFC, der PC-Software zum Gerät, per Drag & Drop zum gewünschten Prozessablauf zusammengestellt und verdrahtet werden. Mit dem Tool lassen sich benutzerdefinierte Bedienseiten, Programmabläufe und Applikationen erstellen. Damit diese erst getestet werden können, bevor sie live geschaltet werden, bietet das Tool auch eine Simulationsfunktion. Die Online-Darstellung von Prozesswerten unterstützt dabei nicht nur den Programmtest, sondern sorgt auch für eine reibungslose Inbetriebnahme der Reglerplattform. Beinhaltete die Software bislang nur deutsche Texte, ist in der demnächst veröffentlichten Version 1.5 auch die Sprachumschaltung in 20 unterschiedliche Ländersprachen möglich.

Tipp: Anwender können die Software „Easy-Tool MFC“ kostenlos unterwww.multifunktionscontroller.deherunterladen und zeitlich unbegrenzt testen.

Mit dem Data Logger kann der Anwender auf dem Gerät gespeicherte Logdaten laden und diese auf den PC als CSV-Datei exportieren. So lassen sich die Prozessdaten lokal sichern sowie übersichtlich in Tabellenform betrachten und analysieren. Die neue Blocksuche zeigt alle im Projekt verwendeten Blöcke übersichtlich in einer Baumstruktur an. Sie sind zudem nach Typ oder Namen durchsuchbar. Dies ist besonders bei größeren und komplexeren Projekten hilfreich, die unter Umständen unübersichtlich werden. Die Funktion Querverweise schließlich zeigt alle Quellen mit ihren zugeordneten Senken sowie HMI-Variablen mit ihren zugeordneten Controls an. Ein Mausklick auf ein Element führt direkt zur Position im Funktionsplan bzw. im Editor.

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